Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapskurse weiter im Aufwind

Sojakomplex: Die volatileren Börsensitzungen bei den Sojabohnen halten an. Nach zwischenzeitlichen Kursverlusten setzen sich etwas höhere Kurse durch. Sowohl Bohnen als auch Schrot konnten sich noch gut behaupten. Sehr feste Crush-Margen der US-Sojabohnenverarbeiter aufgrund der festen Sojaschrotpreise zeigten Wirkung. Auch die Tatsache, dass von China keine neuen Stornierungen von Sojabohnenkäufen in den USA oder Südamerika bekannt wurden, quittierte die Börse positiv.  
 
Bei den US-Sojabohnenbeständen zum 1. März deutet sich eine Bestätigung der engen Bilanz an. Bloomberg veröffentlichte eine Umfrage, nach der die Analysten am Montag USDA-Quartalszahlen von rund 27 Mio. t erwarten. Dies wären die niedrigsten Bestände im ersten Quartal seit zehn Jahren. Im weiteren Analysten-Umfragen und Schätzungen gehen Bloomberg, Reuters und Informa von einer kommenden US-Sojabohnenanbaufläche zwischen 81 und 81,2 Mio. acres aus.
 
Raps: An der Matif ließ sich Raps von den wechselnden Vorgaben des Sojakomplexes nur kurzfristig beeinflussen. Feste Kassapreise und ein kleines Angebot für die alte Ernte ließen den Mai 4,25 €/t fester schließen. Auch für die neue Ernte setzen sich positive Preissignale fort, die Kurse zogen für den August um 4,75 €/t an.
 
In Winnipeg beendete Canola-Raps die Sitzung mit einem Plus von mehr als 5 Can-$/t. Rapskäufe der Exporteuere und Iinteresse der Anleger ließen die Börsenkurse steigen.
 
Rohöl: Erneut endeten die Sitzungen uneinheitlich. WTI gab etwas nach, denn für den nach einer Schiffskollision blockierten Housten-Kanal wurde eine baldige Wiedereröffnung in Aussicht gestellt. Brent-Crudeöl profitierte bei kleinen Notizgewinnen von den Spannungen um die Ukraine und der Krimkrise. (St)
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