Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapskurse wieder unter Druck

Sojakomplex: Anschlusskäufe und Positionsbereinigungen vor dem heutigen USDA-Report verhalfen den Sojabohnen in einer wechselhaften Sitzung zu neuerlichen Notizgewinnen. Der Mai notierte nach einem Plus von 2,6 Cent/bushel mit 8,84 US-$/bushel. Sojaschrot legt für den Mai 1,70 US-$/short ton zu. Meldungen aus Brasilien, nach denen die LKW-Fahrer für die kommende Woche für niedrigere Dieselpreise streiken wollen, unterstützen die Chicagoer Notierungen. Im vergangenen Jahr hatten ähnlich gelagerte Streiks für eine Unterbrechung der Sojabohnentransporte aus dem Mato Grosso in die brasilianischen Verladehäfen gesorgt.
 
China hat im Februar 4,5 Mio. t Sojabohnen und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum importiert. Die Importe übertrafen die gängigen Schätzungen um rund 500.000 t.
 
Raps: Die zeitweise schwachen Sojabohnen und rückläufigen Rohölkurse setzen die Raps-Futures an der Matif wieder unter Druck. Der Mai verlor 2,50 €/t und fiel auf 351,25 €/t zurück. Der August notierte mit 345,50 €/t ebenfalls schwächer. Großbritannien wird Umfragen zufolge in diesem Jahr seine Rapsanbaufläche um 10 Prozent auf 548.000 ha einschränken. Dies wäre der niedrigste Stand seit 2009.
 
Die Canola-Kurse Winnipeg schlossen für die beiden vorderen Termine mit einem leichten Plus gut behauptet. Die neue Ernte gab etwas nach. Unsicherheit über die Auswirkungen der neuen Spezifikationen Chinas für die Canola-Importe aus Kanada drücken weiterhin auf die Stimmung. China wird zum 1. April seine Kriterien für den Fremdbesatz senken.
 
Rohöl: In einer Gegenreaktion und in Erwartung steigender US-Rohölbestände gab Rohöl wieder einen Teil der Vortagsgewinne ab. WTI gab 1,40 US-$ nach, Brent Crudeöl fiel nach einem Minus von 1,19 US-$ auf 36,50 US-$/Barrel. Goldman Sachs geht davon aus, dass die jüngste Ralle nicht nachhaltig ist. Die amerikanische Energiebehörde EIA erwartet für April einen Rückgang der US-Schieferölproduktion um 106.000 Barrel pro Tag. (St) 
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