Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapsnotierungen weiter im Aufwind

Sojakomplex: Eine neue Runde von Gewinnmitnahmen ließ die Sojabohnen in Chicago zuletzt etwas nachgeben. Zum Wochenstart schloss die Juli-Bohne knapp behauptet bei 10,64 US-$/Barrel. Schrot verlor in den beiden vorangegangenen Sitzungen 3,20 US-$/short ton. Dürftige wöchentliche US-Exportverladungen von knapp 195.000 t Sojabohnen und Spekulationen über eine größere US-Sojabohnenfläche drückten. Im Markt spricht man von einem Flächenzuwachs von 1 bis 2 Mio. t acres gegenüber der USDA-Prognose. Das US-Analystenhaus Informa erwartet eine US-Sojabohnenfläche von 83 Mio. acres und damit 800.000 acres mehr als das USDA. Die Sojabohnenaussaat in den USA ist kommt stetig voran. Zum Wochenanfang waren 36 Prozent der Bohnen im Boden. Dies sind 4 Prozent mehr als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre.
 
Für Brasilien hat ein namhafter Analyst seine Prognose der diesjährigen Sojabohnenernte erneut nach unten korrigiert. Er geht nur noch von einer Bohnenernte Brasiliens von 97,5 Mio. t aus und legt sich 1,5 Mio. t unter die USDA-Schätzung.
 
Raps: An der Matif machte Raps erneut Boden gut. Nach den Kursgewinnen der Vortage notierte der August bei 372 €/t. Aufgrund des Feiertags in vielen Ländern Europas war das Handelsvolumen an der Matif am Montag allerdings äußerst dünn.
 
In Winnipeg konsolidierten sich die Canola-Notierungen nach der Vortagsrallye. Der Markt ist fest. Der Julitermin notierte bei 516 Can-$/t. Währungseinflüsse, anziehende Palmölnotierungen und das trockene Wetter in den Prärieprovinzen begünstigten den Auftrieb.
 
Rohöl: Beide Ölsorten legen zum Wochenauftakt zu. Brent Crudeöl schloss nach einem Plus von 1,14 US-$/Barrel knapp unter 49 US-$/Barrel. Für WTI fiel der Tagesgewinn etwas größer aus. Eingeheizt wurde der Markt durch eine Studie von Goldman Sachs, in der höhere Preise für das zweite Quartal dieses Jahres prognostiziert werden. Die Investmentbank geht davon aus, dass sich aufgrund der Förderausfälle in Nigeria und einer guten globalen Rohölnachfrage bereits ein Angebotsdefizit eingestellt hat. (St) 
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