Märkte am Mittag

Rapsprämien schwächen sich ab

Markttendenz:
Die Tendenz für Weizen bleibt seitwärts. Aufgrund der Kleinwassersituation des Rheins hält die vordere Nachfrage an. Am Rapsmarkt werden  höhere Börsenotierungen durch zurückgenommene Prämien weitgehend neutralisiert. 
Zum Wochenauftakt ist die Situation an den Getreidemärkten im Westen und Nordwesten nahezu unverändert. Der Handel und auch westdeutsche Mühlen zeigen sich ansprechbar für verfügbare Partien an Mahlweizen, da die Kleinwassersituation die die Schiffslogistik verteuert oder blockiert. Die Preise franko westdeutsche Mühle stagnieren mit 175 bis 176 €/t für Lieferung Januar/März. Das Weizenangebot bleibt überschaubar. Für April/Juni finden kaum ernsthafte Unterhandlungen statt. Hierfür wird ein nominelles Aufgeld von 2 €/t auf das erste Quartal genannt.
 
Am Terminmarkt notiert der Weizen heute etwas schwächer. An der Matif wurde der Märztermin am späten Mittag mit 169,25 €/t und 0,50 €/t schwächer als am Vortag notiert. Vor allem der festere Euro dürfte etwas belasten.
 
An der Kleinwassersituation des Rheins wird sich aufgrund der frostigen Temperaturen in den nächsten Tagen nichts ändern und die Logistik bleibt schwierig. Vom Oberrhein ausgehend sind die Pegelstände sogar noch kritischer geworden. Der Kauber Pegel fällt  heute auf 60 cm und der Kölner Pegel auf 125 cm. An den Futtermittelmärkten schlägt sich dies in einem KWZ von 12,50 €/t am  Oberrhein und von 4 €/t am Niederrhein zu Buche.
 
Auch an den Futtergetreidemärkten ist die Nachfrage zum Wochenstart ruhig. In den Veredlungsregionen beschränkt sich die Nachfrage nach Futterweizen auf einzelne vordere Partien. Die Preise frachtfrei Südoldenburg und Westfalen haben sich mit 175 bis 176 €/t und franko Holland mit 176 €/t sowie am Niederrhein mit 170 €/t kaum bewegt. Das Angebot an  Futterweizen ist ebenfalls überschaubar. Futtergerste notiert in den Veredlungsregion um die 156 €/t.
 
Mit dem deutlichen Anstieg der Rapspreise haben sich die Kassamarkt-Prämien zu den westdeutschen Ölmühlen trotz eines äußerst überschaubaren Angebots ermäßigt. Bis einschließlich März werden nur noch Prämien von 10 bzw. 11 €/t auf Neuss bzw. Hamm genannt. An der Matif schwächen sich die Rapspreise auf die hinteren Termine zwar etwas ab, aber der Februar legt aufgrund technischer Einflüsse weiter zu und notierte am späten Mittag mit 426,50 €/t.  (St) 
stats