Märkte am Mittag

Rapspreise geben nach

Markttendenz
Das Preisniveau für alte wie neue Ernte bleibt interessant. Die Kurse für Raps der Ernte 2016 geraten zunehmend unter Druck. (Ps)
Am heutigen Donnerstag zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten von einer leicht festeren Seite. An der Matif notiert Weizen für den Mai-Termin bei 174,25 Euro/t mit einem leichten Plus von 0,25 Euro/t. Die Prämien für Weizen in Hamburg liegen drei bis vier Euro/t über dem Preis im Mai in Paris. Das heißt im Moment etwa 178 Euro/t franko für den B-Weizen für die Lieferung im März 2017. Heute geben in Paris der Rapspreise für den Mai-Termin um 2,00 Euro/t auf 413,75 Euro/t nach.

Die Sorgen über zu trockene Böden im Mittleren Westen der USA geben den Notierungen in Chicago Auftrieb. Geringere Exporte an US- und EU-Weizen brachten den Markt dagegen leicht unter Druck. Der europäische Saatenstand scheint überwiegend gut aus dem Winter zu kommen. Argumente für steigende Preise sind daher nur schwer auszumachen. Die EU-Kommission hat die Weizenexporte für 2017/18 auf 28,9 (plus 4,9) Mio. t angehoben. Insgesamt liegt die Weizenexportmenge in diesem Wirtschaftsjahr bislang bei 16,1 Mio. t, zum Vorjahreszeitpunkt waren es 18,4 Mio. t und im Rekordjahr 2014/15 waren es 19,7 Mio. t. Der physische Markt liefert zurzeit keine impulsgebenden Meldungen.

Schwächer notiert des gesamte Sojakomplex. In Brasilien verzögern sich die Seeschiffsverladungen durch starke Regenfälle und überschwemmte Straßen. Davon können die US-Sojaexporte profitieren. Auf der anderen Seite drücken hohe Anbauerwartungen in den USA, gekoppelt mit schwächeren Exportzahlen und einem hohen brasilianischen Exportdruck auf die Märkte. Die Hoffnungen zur Erhöhung des nationalen Bio-Kraftstoffprogramms schweben unverändert über dem Markt.

Die Rapspreise an der Matif folgen den Vorgaben aus Übersee und fallen heute Morgen über alle Termine leicht zurück. Der Kassamarkt bleibt ohne neue Anregungen. Die  Prämien sind daher nahezu unverändert. Die Nachfrage nach Rapsschrot ist zwar vorhanden, physische Ware wird allerdings kaum bewegt. Das Angebot ist begrenzt. (Ps)
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