Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapspreise halten ihr Niveau

Sojakomplex: Nach den deutlichen Vortagsverlusten stand eine leichte technische Erholung beim Sojakomplex an. Die Bohne legt bis 3,4 Cent/bushel zu, der Januar notierte mit 8,67 US-$/Bushel. Schrot kann sich nach Spreads gegen festeres Sojaöl knapp  behaupten. Die Nachrichtenlage war dünn, die schwachen Exportzahlen vom Vortag wirkten noch nach. Der Markt rechnet damit, dass das USDA die US-Sojabohnenernte etwas nach oben korrigiert. Größere Abweichungen nach oben oder unten wären eine Überraschung.
 
Bei den Bohnen-Verladungen aus Brasilien schlägt die Wartezeit der Schiffe von zuletzt 43 Tagen auf die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Sojabohnen durch. Die USA könnten kurzfristig davon profitieren, wird spekuliert. Die Aussaat in Brasilien dürfte im Wochenverlauf noch einmal ein ganzes Stück vorangekommen sein, lag zuletzt aber 15 Prozent hinter dem Schnitt der Vorjahre. Die äußeren Bedingungen sind nach Regenfällen weiterhin gut. Das Brokerhaus FC Stone bleibt mit seiner Einschätzung der kommenden brasilianischen Ernte etwas oberhalb der 100 Mio. t-Marke.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif zeigen stetige Aufwärtstendenz. Der Februar legte 1,75 €/t auf knapp 382 €/t zu. Die Handelsaktivitäten an der Börse waren nur  unterdurchschnittlich. Die erneut schwächeren Palmölnotierungen scheinen den Rapsmarkt wenig zu tangieren. Zugute dem Raps der feste US-Dollarkurs. Auch Winnipeg profitierte davon und Canola machte nach einer Gegenreaktion auf den schwachen Vortag 5,70 Can-$/t gut. Der Januar notierte nur knapp unter 480 Can-$/t.
 
Rohöl: Die Kurse gaben erneut nach. WTI fiel unter 45 US-$/Barrel und Brent auf 47,42 US-$/Barrel. Die überreichliche Versorgungslage drückt. Die Saudis haben ihren europäischen Kunden ein kräftigen Abschlag von 4,75 $ Barrel auf Brent Crudeöl eingeräumt, berichtet die Commerzbank. (St) 
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