Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapspreise im Rückwärtsgang

Sojakomplex: Die Sojabohne stand in Chicago kräftig unter Druck. Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten und Gewinnmitnahmen drückten die Bohnen um die 30 Cent/bushel nach unten. Auch die entgegen den Erwartungen unveränderte nachbörsliche Bonitierung der US-Feldbestände am Montag dürfte für psychologischen Druck gesorgt haben. Nach den Erhebungen des USDA sieht der der weitaus größte Teil der US-Sojabohnenbestände gut bis sehr gut aus, Probleme deuten sich nur auf 9 Prozent der Flächen an. Aufgrund der nassen Witterung kursieren im Markt Einschätzungen, wonach die US-Sojabohnenfläche 1,5 bis 2 Mio. acres kleiner als erwartet ausfallen könnte.
 
Raps: Bis gegen 16:00 Uhr war die Raps-Welt an der Matif noch weitgehend in Ordnung. Danach setzen Gewinnmitnahmen und im Zuge der Chicagoer Börse deutlichere Kurskorrekturen ein. Der August und der November verloren 6,25 €/t. Der August fiel auf 381,25 und der November 385,25 €/t. Der schwache Sojakomplex, gedrückte Canola-Kurse in Winnipeg und rückläufige Palmölpreise setzten den Rahmen. Die Korrektur ging mit einem lebhaften Handelsvolumen einher.  
 
Auch in Winnipeg mussten Canola Federn lassen. Der Juli verlor zweistellig, der November gab 8,30 Can-$/t nach. Der schwache Sojamarkt und Verkäufe der spekulativen Anleger und Verarbeiter drückten.  
 
Rohöl: Die schwache Stimmung hält an, auch wenn der jüngste Abwärtstrend mit einem leichten Plus für Brent-Crudeöl und einen geringfügigen Minus für WTI-Öl am Vortag unterbrochen wurde. Die Talfahrt der Aktienmärkte in China, die Griechenland-Krise und die ungebremste Ölproduktion der USA und der Opec deuten vorerst keine nachhaltige Erholung an. Die Atomverhandlungen mit dem Iran wurden verlängert und eine Ölschwemme durch den Iran erst einmal hinausgeschoben. (St) 
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