Märkte am Mittag

Rapspreise verlieren

Niederschläge und teilweise ergiebige Regenfälle unterbrechen die Erntearbeiten immer wieder. Die Ergebnisse sind vielversprechend.  

Die Bestände auf den Feldern in Nord- und Nordostdeutschland gelten weiterhin als gut, was die Menge und den Ertrag betrifft. „Wir werden eine gute Ernte kriegen", zeigt sich ein Mecklenburger Großbetrieb überzeugt, „wenn es zum Erntezeitpunkt nicht tagelang am Stück hagelt und regnet".

Das Hektorlitergewicht bei der jetzt geernteten Gerste liegt in der Regel auf einem guten Niveau mit 62 kg/hl bis 68 kg/hl. Die Erträge sind hoch. So werden auf 35 er Böden teilweise bis zu 85 dt/ ha Gerste geerntet. Auf besseren Böden sind es 100 dt/ha und mehr. „Diese Erträge haben wir bisher noch nie erzielt", berichtet ein Landwirt aus Vorpommern.

Es bleibt damit vorerst bei schwachen Getreide- und Ölsaatenpreisen zur neuen Ernte 2014. Die Erzeugerpreise für Getreide der neuen Ernte liegen momentan in Mecklenburg Basis Abrechnung September ab Feld für B-Weizen um 175 €/t, für Gerste 140 €/t und für Roggen um 135 €/t.

Die Kurse für die Rapssaat haben in den zurückliegenden sechs Monaten seit März 2014 mit aktuell 323 €/t franko für die Lieferung ex Ernte 2014 gut 80 €/t verloren.  Das Wetterrisiko in den USA gilt bei den Händlern als mittelfristig größten Einflussfaktor für die Preise. „Sollte sich im Monat August/September 2014 trockenes und heißes Wetter über dem amerikanischen Sojagürtel einstellen, dann werden die Rapskurse schnell wieder nach oben schnellen" zeigt sich ein Hamburger Händler überzeugt.

An der Matif notiert Weizen zum November-Termin heute gegen 12 Uhr bei 182 €/t und damit um 0,25 €/t fester als am Vortag. Die Rapssaat für den Monat November 2014 liegt an der Matif bei 334 €/t gegenüber dem Vortag auf einem um 0,25 €/t niedrigeren Niveau.(Ps)
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