Märkte am Mittag

Rapsturbulenzen lassen nach

„Diese Preisausschläge zeigen, wie sehr sich der Kassamarkt von der Börse in Paris, Matif, abgekoppelt hat," beschreibt ein Marktteilnehmer die abgelaufende Woche. So niedrig wie noch nie sind derzeit die Zahl der Abschlüsse für neue Raps-Kontrakte für die Ernte 2015. Nur 20 Prozent der Rapsmengen dürften bundesweit in den Büchern stehen. Auch werden noch unverkaufte Mengen aus der Ernte 2014 auf den Höfen vermutet.

Damit könnte es zu einem Vermarktungsdruck im Frühjahr kommen. Immer wieder ist für die neue Ernte ein Rapspreis von 330 €/t im Gespräch, was aber immer noch wenig Anreiz bietet, Vorkontrakte zu schließen. Einige Ölmühlen sind in dieser Woche mit Offerten für die neue Ernte mit Abschlägen von minus 3 €/t gegenüber der Matif aufgetreten.

Für Entspannung bei den Landwirten in Ostdeutschland sorgt die geplante Übernahme der Ölmühle in Magdeburg durch den Schweizer Agrarkonzern Glencore. Damit dürften die Belieferung des Werkes gesichert sein.

Die Börse in Paris beruhigt sich zum Wochenschluss. Weizen notiert gegenüber Donnerstag mit 187,25 €/t heute Mittag geringfügig leichter. Nachdem in den vergangenen Tagen bis zu 1 Mio. t Raps gehandelt wurden, ist beim auslaufenden Februarkontrakt Raps heute nochmals ein Plus von 2,50 auf 344,00 €/t drin. Der Blick geht zum neuen Frontmonat Mai der um 1,00 auf 347,00 €/t zulegen kann. (da)
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