MARS-Bericht

Regen in Europa ungleich verteilt


Einen Überblick über die Wetterbedingungen zur Mais- und Sonnenblumenernte sowie zur Aussaat von Raps und Wintergetreide gibt der EU-Prognosedienst MARS in seinem am Montag veröffentlichten Oktober-Bericht. Er macht drei europäische Regionen aus, die von sehr unterschiedlichen Bedingungen geprägt sind.

Seit Wochen deutlich zu trocken ist es in Polen, den baltischen Staaten – dort vor allem in Litauen, in der westlichen Ukraine sowie in Südrussland. In der gesamten Region ist aktuell die Aussaat von Wintergetreide behindert und der bereits gesäte Raps läuft nur schlecht auf. Zum fehlenden Bodenwasser kommt hinzu, dass es im bisherigen Verlauf des Monats Oktober ungewöhnlich kalt war. Die leichten Fröste in den mittel- und osteuropäischen Ländern haben den Herbstsaaten zusätzlich zugesetzt, berichten die MARS-Experten.

Eine weitgehend problemlose Herbstbestellung von Raps und Wintergetreide gab es in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Nordeuropa. In Teilen Deutschlands hat MARS allerdings regional Verzögerungen wegen der häufigen Niederschläge beobachtet. Generell ist der Raps in den großen Erzeugungsländern jedoch im optimalen Zeitfenster gesät worden und gut aufgelaufen, so MARS. Auch die Getreidebestellung läuft reibungslos.

Anders in weiten Teilen Südosteuropas, wo in der ersten Oktoberhälfte regelrecht "Land unter" herrschte. Betroffen sind Österreich, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Kroatien. Dort haben heftige Regenfälle die Mais- und die Sonnenblumenernte verzögert sowie die Aussaat in den vernässten und kalten Böden erschwert. (db)
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