Proberodungen

Regen lässt die Rüben wachsen

Der Regen der vergangenen Tage sorgte in der Getreideernte immer wieder für Unterbrechungen und stellte die Landwirte vor eine Geduldsprobe. Den Zuckerrüben in Niedersachsen haben die Niederschläge jedoch gut getan. Erste Proberodungen der Nordzucker AG machen Hoffnung auf eine gute Ernte im Herbst. Allerdings zeigten die Ergebnisse nur eine erste Tendenz, schränkt Dr. Heinrich-Hubertus Helmke vom Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) ein. Die Proberodung Ende August werde dann schon aussagekräftiger sein.

Erträge bis in die Kampagne sichern

Auch Tanja Schneider-Diehl von der Nordzucker AG ist vorsichtig mit den Prognosen: „Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Rüben bisher gut entwickelt haben. Jetzt kommt es aber darauf an, die Erträge in die Kampagne hinein zu sichern“, sagt sie. Derzeit bereiten dem Zuckerunternehmen regional Fäulen, die durch Gürtelschorf und Rhizoctonia solani verursacht werden, etwas Sorgen. In diesem Anbaujahr werde zudem ein deutlich stärkerer Druck durch Blattkrankheiten sichtbar, heißt es von Nordzucker. Sonne und Regen lassen die Rüben gut wachsen, fördern aber auch die Ausbreitung von Pilzkrankheiten, die die Landwirte nun ganz genau im Auge behalten und gegebenenfalls behandeln müssen.

Auch in Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, Westfalen und Sachsen-Anhalt liegen die Ergebnisse der Proberodungen über dem Durchschnitt, in einigen Regionen Bayerns sogar nahe am Rekordjahr 2014. Schlechter ist die aktuelle Situation im Rheinland, wo langjährigen Durchschnittswerte bisher verfehlt werden. (SB)
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