Märkte am Morgen: Ölsaaten

Regen treibt die Sojakurse

Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse in Chicago halten ihre festere Tendenz. Der November legte 6,2 Cent/bushel auf 1028 Cent/bushel zu. Die Wettermodelle prognostizieren auf Sicht zwar besseres Wetter, doch zurzeit bringt ein neues Sturmtief für größere Teile des Mittelwestens unerwünschte Niederschläge. Regional verschärfen sich die Nässeprobleme. Das USDA hat nachbörslich die Bonitierung der US-Feldbestände abgesenkt. Inzwischen stehen 11 Prozent der Bestände schlecht bis sehr schlecht - 2 Prozent mehr als der Vorwoche. Die Bonitierung für die guten bis exzellenten Bestände wurde um ein Prozent auf 62 Prozent zurückgenommen.
 
Raps: An der Matif hatte Raps nach dem festen Vortag etwas Konsolidierungsbedarf und die Notierungen gaben nach. Der August verlor 1 €/t und schloss knapp unter 389 €/t. Ein festerer US-Dollarkurs milderte den Druck etwas ab.  
 
Auch in Winnipeg stand Canola-Raps unter Druck und gab nach Gewinnmitnahmen bis zu 3 Can-$/t nach. In den Prärieprovinzen hat es etwas geregnet. Ob die Niederschläge ausreichen, um die Feuchtigkeitsdefizite zu beheben, bleibt abzuwarten.
 
Rohöl: Der Druck hielt an und wurde durch einen festen US-Dollarkurs verstärkt. Brent gab 0,88 US-$/Barrel nach und schloss bei 57,91 US-$/Barrel. Die Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss der Atomverhandlungen mit dem Iran belasten zusätzlich. Sollten die Sanktionen aufgehoben werden, zeichnet sich ein deutlich größeres Rohölangebot aus dem Iran ab. Größere Positionsbereinigungen der spekulativen Anleger haben maßgeblich zum Kursrutsch der Vortage beigetragen. (St)
 
stats