Märkte am Morgen: Getreide

Regen und Dollar belasten US-Weizen

Weizen: In Chicago geht der Weizen durchweg mit roten Zahlen aus dem Tag. Der Mai verliert 3,8 Prozent auf 4,9925 US-Dollar /Bushel- der größte Tagesverlust seit Juli 2014. Regen in den Weizenanbaugebieten der südlichen Plains und dem Ohio Flusstal lasten auf den Preisen. Allerdings bleiben die Regionen um Kansas und Oklahoma ausgespart. Damit werden die Verluste im Rahmen gehalten. Zudem können die Exportzahlen nicht überzeugen. Mit 102 300 t für die alte Ernte und einer Vorhersage von mindestens 250 000 sind sie die kleinsten seit Juni. Auch ein festerer Dollar drückt auf die Kurse. Die Getreideernte in Russland wird von einer Moskaufreundlichen Analystengruppe auf 93 Mio. t anstatt bisher 83 Mio. t geschätzt.

In Paris gibt der Weizen ebenfalls weiter nach und fällt unter die Marke von 190,00€/t im Mai auf 188,50 €/t. Er verliert auf diesen Termin 2,75 €/t.

Mais: Mais springt im Laufe des Tages auf sein höchstes Niveau seit Ende Februar, muss sich dann aber Gewinnmitnahmen sowie einem erholten Dollar beugen und zeigt ebenfalls eine allerdings moderate Schwäche. Die Exportzahlen bis Ende vergangener Woche liegen bei total 434 953 t und damit dicht an den Erwartungen. Diese Zahl beinhaltet den Verkauf von 60 831 t Mais nach China, dem größten Verkauf in dieses Land in elf Monaten. Der Mai geht mit einem Minus von 0,95 Prozent und damit 3,9125 US-Dollar /Bushel aus dem Tag. Der Markt hat den USDA Bericht vom 31. 3. 2015 über die Anbauzahlen für dieses Jahr und den Bestandsbericht im Blick.

In Paris bleibt Mais im Wesentlichen unverändert bewertet. Der Juni bleibt exakt auf dem Preis von Mittwoch mit 162,00 €/t. (dg)
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