Die Rheinischen Frühkartoffelerzeuger sind mit der ersten schalenfesten Ware in der vorigen Woche in die Saison gestartet. Schöne gleichmäßige Sortierungen bei Erträgen von bis zu 45 t/ha hatten die Erzeuger hoffnungsvoll gestimmt. Nun unterbricht Dauerregen die Rodungen. Das gilt für nahezu alle Kartoffelregionen.

Die Notierungen sind seit Beginn der Frühkartoffelrodungen in Deutschland rapide eingebrochen, worüber sich die Verbraucher freuen können. Mittlerweile treiben Kartoffellieferanten aus allen Teilen Deutschlands die normalerweise bevorzugten Frühkartoffelregionen vor sich her. Weiterer Druck auf die Preise ist mit dem Regen absehbar. Die zuletzt vernehmbaren Klagen über Trockenheit in einigen Regionen Europas werden verstummen.

Die europäische Anbaufläche in den fünf wichtigsten Erzeugungsregionen in Nordwesteuropa ist um etwa 2,7 Prozent größer als im vorigen Jahr. Die Zusammenstellung der Vereinigung der Kartoffelerzeuger schwächelt noch ein wenig, weil belastbare Zahlen aus Deutschland noch immer nicht vorliegen. Vor allem in Belgien wurde der Kartoffelanbau stärker ausgedehnt als in den umliegenden Ländern. Größere marktwirksame Probleme mit Phytophthora erwartet die Vereinigung lediglich in Nord-Frankreich.(brs)
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