Märkte am Mittag

Reichlich Roggen in Brandenburg


Noch ein zwei Wochen, dann beginnt später als in Normaljahren die Roggenernte in Norddeutschland. "Es verspricht eine Bombenernte zu werden", teilen Landwirte mit. Weitgehend stehen die Bestände und sind nicht ins Lager gegangen. Was allerdings mit großer Sorge beobachtet wird, ist die Preisentwicklung in Brandenburg. Am Markt herrscht Verunsicherung über die künftigen Vermarktungschancen von Roggen. Die Preise purzeln weiter. Waren es noch vor einigen Tagen 120,00 ab ostdeutscher Station, werden vereinzelt auch schon 115,00 €/t bezahlt. 

Die Gerstenernte hat nun bundesweit begonnen, einige Betriebe sind auch schon in Ostdeutschland mit den Erntearbeiten durch. Zur Vermarktung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Einige Betriebe wollen die Gerste selbst verfüttern, andere liefern die Ware zu den Mischfutterwerken und erhalten im Tausch Futtermittel. An den Handel werden überschaubare Mengen abgegeben. In Ostdeutschland liegen die ab-Stationspreise bei 140,00 bis 145,00 €/t. Ex Ernte werden in den Veredelungsregionen 170,00 €/t und an den marktfernen Standorten 153,00 bis 155,00 €/t besprochen. Zu Abschlüssen kommt es aber nur vereinzelt.

Die ersten Weizenpartien lassen noch auf sich warten. Insofern gestaltet sich der Kassamarkt ruhig. Auch an der Matif legen Händler eine Verschnaufspause bei sommerlichen Temerperaturen ein. Der November-Kontrakt verharrt bis zur Mittagspause unverändert zum Vortag bei 194,50 €/t.

Dafür geht es beim Raps weiter abwärts. Die Kurse für den August-Termin sind weiter auf Talfahrt und verlieren schon bis zum Mittag 3,50 auf 383,25 €/t. (da)
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