Rübenkampagne

Rheinische Rübenbauern mit gutem Zwischenfazit

Infolge des geringeren Rübenaufkommens sei die rheinische Rübenkampagne im laufenden Anbaujahr deutlich kürzer als in den Vorjahren, so der Rheinische Rübenbauer-Verband. Sie werde in den Zuckerfabriken Appeldorn und Euskirchen wohl bereits vor Weihnachten zu Ende gehen. Die Zuckerfabrik Jülich werde die Kampagne voraussichtlich bis zum Jahreswechsel abschließen können.

Mit dem bisherigen Kampagnenverlauf könnten alle Beteiligten sehr zufrieden sein, erklärte der Verband weiter. Mit Ausnahme einer anfänglichen Nässeperiode seien die Rode- und Transportbedingungen spätestens seit Mitte Oktober überaus günstig gewesen. Die anhaltend milde und überwiegend trockene Witterung ermöglichte zudem eine termingerechte Einsaat des in der Regel auf den Rübenanbau folgenden Winterweizens. Auch in den Zuckerfabriken gehe die Verarbeitung der angelieferten Rüben zügig voran.

Zuckergehalt besser als gedacht

Die im Oktober vorherrschende offene Wetterlage mit strahlungsintensiven Tagen und kühlen Nächten habe einen deutlichen Anstieg der Zuckergehalte bewirkt, wodurch nun doch mit einem Kampagnendurchschnitt oberhalb von 17 Prozent Zuckergehalt zu rechnen sei. Auch die Erträge hätten sich auf gutem Niveau stabilisiert und würden wie prognostiziert zwischen 75 und 80 t Rüben/ha liegen. Dabei zeigten sich jedoch deutliche Standortunterschiede infolge der teilweise trockenen und heißen Sommerwitterung. Flächen mit höherer Wasserhaltekraft und Bodengüte seien in diesem Jahr besonders bevorteilt gegenüber etwas leichteren Böden.

Gute Bedingungen im Rheinland

Auch in diesem Jahr habe sich wieder gezeigt, dass das Rheinland über außerordentlich günstige Voraussetzungen für den Rübenanbau, und mit Blick auf die Zukunft, über eine hohe Wettbewerbsfähigkeit verfüge. Hohe Erträge und kurze Transportwege vom Feld zur Fabrik und von dort zu den Ballungsräumen seien gute Voraussetzungen, um auch nach dem Ende des Zuckerquotensystems am Markt zu bestehen, hieß es weiter.

Die laufende Kampagne ist die vorletzte Rübenernte unter den bisherigen Rahmenbedingungen der Zuckermarktordnung. Aufgrund der sich abzeichnenden großen Unwägbarkeiten blickten die Rübenanbauer, bei aller Zufriedenheit über die laufende Ernte, mit Skepsis nach vorn, so der Verband. (mrs)
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