Obwohl die Kartoffelanbaufläche in Nordwesteuropa - also den Ländern Frankreich, Deutschland, Belgien, Großbritannien und den Niederlanden – etwa 4 Prozent größer war als im vorigen Jahr, wird die Kartoffelernte aus diesen Ländern insgesamt nur um 1,3 Prozent größer ausfallen.

Diese Schätzung gibt die Vereinigung der Nordwesteuropäischen Kartoffelerzeuger (NEPG) ab. Denn die geringeren Erträge machen die Flächenausdehnung zunichte. In Deutschland sind die Erträge besonders schwach, so dass bei einer um 2,7 Prozent ausgedehnten Fläche eine um 14 Prozent kleinere Erntemenge erwartet wird.

Noch stärker schätzt die Agrarmarkt Informations GmbH (AMI) den Rückgang der deutschen Kartoffelernte, nämlich um 15 Prozent. Damit kämen in Deutschland nur 9,0 Mio. t Kartoffeln zusammen – so wenig wie in den vergangenen Jahrzehnten nicht. Im Schnitt der Vorjahre habe die deutsche Erntemenge 11,2 Mio. t umfasst, so die AMI.

Den Fünf-Jahres-Schnitt in Nordwesteuropa wird die diesjährige Erntemenge um 5,1 Prozent verfehlen, so erwartet NEPG aufgrund der bisherigen Rodungen. (brs)
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