Märkte am Mittag

Roggen regional gesucht


Die Mahlweizenkurse an der Matif in Paris treten heute Mittag auf der Stelle. Unverändert zum Vortag wird der Fronttermin Mai mit 206,50 €/t bewertet. Der November-Kontrakt bleibt unverändert bei 198 €/t. Raps kann immerhin 1 €/t gewinnen und wird zum Frontkontrakt Mai mit 410,75 €/t bewertet.

Am deutschen Kassamarkt suchen Teilnehmer derzeit nach Orientierung. Neue Impulse gibt es kaum, bestätigte ein Händler aus Hamburg gegenüber agrarzeitung.de. Die Orientierungslosigkeit habe zur Folge, dass im Handelsgeschehen im Norden durch die Bank Zurückhaltung herrsche.

Die Trockenheit in den USA, die aktuell als das bullische Argument für die Getreidemärkte herhält, wird von Marktteilnehmern unterschiedlich bewertet. Ein Gesprächspartner aus dem Nordosten sieht den US-Wettermarkt gemeinsam mit Schwierigkeiten bei der Frühjahrsbestellung in der Ukraine als Argumente dafür, dass der neuerntige November-Termin an der Matif doch noch einmal die 200-€/t-Marke überschreiten könnte.

Ein anderer Händler hingegen mahnt zur Besonnenheit: Das von der Trockenheit betroffene Gebiet in den USA sei recht klein – übrigens würden die Erträge im April gemacht. Würde es also im laufenden Monat genug regnen, sei das Thema wieder vom Tisch.

Unterdessen leeren sich die Weizenläger im Nordosten, auch alterntiger Raps wird nach Angabe von Marktteilnehmern allenfalls sporadisch gehandelt. Roggen sei ebenfalls zu weiten Teilen vermarktet, werde aber gesucht von Biogasanlagenbetreibern und der Mischfutterindustrie. In der Altmark werden für alterntigen Roggen bis zu 170 €/t ab Station erzielt. Partien mit höheren Mutterkornanteilen würden mit 165 bis 167 €/t bewertet.

Zudem stehen im Nordosten noch Exportabwicklungen für Weizen an. An den Küsten werde deutlich über 200 €/t für Weizen ab Station bezahlt. (pio)
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