Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rohöl bleibt im Sinkflug


Sojakomplex: Die um 1,4 Mio. t zurückgenommene Schätzung der 2015er US-Sojabohnenernte seitens des USDA setzte an der Chicagoer Börse positive Akzente. Die Sojabohne legte für März 13,2 Cent/bushel auf 8,74 US-$/bushel zu. Zeitweise waren die Kursgewinne noch deutlich höher. Die Fonds waren mit 10.000 Kontrakten auf der Käuferseite und haben ihre umfangreichen Shortpositionen etwas reduziert. Sojaschrot legte für den März 5,70 US-$/short ton zu.
 
Das USDA weist in seinen neuen Report die südamerikanischen Sojabohnenernten und die brasilianische  Ernte mit 100 Mio. t unverändert aus. Die Conab, der brasilianische Pendant des USDA, korrigierte seine Schätzung für die eigene Sojabohnenernte um 350.000 t leicht nach unten, erwartet mit 102,1 Mio. t aber weiterhin eine Rekordernte für Brasilien.
 
Raps: Die festeren Sojanotierungen animierten auch den Raps an der Matif zu einem Vorzeichenwechsel. Die Kursgewinne blieben mit einem Plus von bis zu 1,50 €/t für die alte Ernte überschaubar. Der Februar schloss mit 365,25 €/t.
In Winnipeg gewann Canola-Raps ebenfalls mit festeren Sojabohnen. Der März legte 4,50 Can-$/t zu und schob sich wieder auf knapp 483 Can-$/t hoch.
 
Palmöl: Vom Palmöl kommen zurzeit keine Impulse für die Ölsaatenmärkte. Die beiden vorderen Termine gaben am Vortag leicht nach, zeigen sich heute Morgen aber gut behauptet.
 
Rohöl: Der Sinkflug beim Rohöl setzt sich fort. Rohöl ist so billig geworden, wie seit zwölf Jahren nicht mehr. WTI fiel am Vortag im Tief zeitweise unter 30 US-$/Barrel, konnte sich aber noch etwas oberhalb dieses psychologischen Benchmarks festsetzen.  Brent-Crudeöl notierte zum Börsenschluss mit 30,86 US-$/Barrel. Auf die Preise für Opec-Öl hat der dramatische Preisverfall noch stärker durchgeschlagen. Die Kurse fielen am Wochenanfang auf 27 US-$/Barrel. Heute Morgen scheinen sich die Notierungen etwas zu fangen, denn die US-Lobby API erwartet für die USA einen Rückgang der wöchentlichen Rohölbestände. (St) 
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