Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rohöl macht Verluste wett

Sojakomplex: Die Sojabohne profitiert derzeit von Käufen der US-Verarbeiter und von den anhaltend guten Exporten. In Chicago drehten die Bohnen nach Bekanntwerden der Exportzahlen nach ‚grün‘ und notierten 6 US-Cents/Bushel fester. Schrot legte ebenfalls leicht zu. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 745.400 t Sojabohnen kamen größer herein, als erwartet. Sie deuten an, dass China seine Importe bisher noch nicht komplett auf die südamerikanischen Bohnen umgestellt hat. Die letztjährige US-Sojabohnenernte ist weit verkauft und die Exportprognose des USDA bereits zu 95 Prozent realisiert. Die Ölmühlen in den in den USA müssen zudem etwas mehr für Sojabohnen bieten, um die amerikanischen Farmer zu Verkäufen zu bewegen.  
 
Brasilien erwartet nach Einschätzung des brasilianischen Getreideamtes Conab eine Sojabohnenernte von 94,6 Mio. t. Die Behörden haben ihre offizielle Schätzung um 1,3 Mio. t nach unten korrigiert. Damit deckt sich ihre Prognose in etwa mit den aktuellen USDA-Zahlen.
 
Raps: Die Stimmung für Raps bleibt stabil, auch wenn sich der Mai an der Matif nur knapp behaupten konnte. Die neue Ernte legte leicht zu. Unterschwellig gab es Unterstützung vom Sojakomplex, aber auch die Palmölnotierungen in Malaysia scheinen sich zu stabilisieren. Canola Raps profitierte in Winnipeg ebenfalls vom Sojakomplex und Anschlusskäufen der Fonds. Die leichten Notizgewinne wurden durch ein festeren Kurs des Can-$ limitiert.
 
Rohöl: Die Rohölnotierungen setzten nach zwei schwachen Vortagen zu einer Gegenreaktion an und machten einen Teil ihrer Verluste wieder wett. Brent legte 2,39 US-$/Barrel zu und stieg auf  57 US-$/Barrel. WTI verbuchte Notizgewinnen in nahezu gleicher Größenordnung. Fundamental gibt es nichts Neues. Unterstützt wurde die festere Tagestendenz durch einen leicht schwächeren US-Dollarkurs. (St)
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