Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rohöl sorgt für neuen Druck


Sojakomplex: Kleinere Shortabdeckung ließen die Sojabohnen in Chicago noch gerade in den hellgrünen Bereich drehen. Schrot gab leicht nach. Die neuen USDA-Zahlen beindruckten die Chicagoer Börse kaum. Die leichte Aufwärtskorrektur der US-Endbestände auf 12,2 Mio. t Sojabohnen kam in etwa wie erwartet und für Argentinien hatten die  jüngsten Prognosen schon eine höhere Ernteerwartung angedeutet. Mit seiner  Schätzung von 58,5 Mio. t für die argentinische Ernte trug das USDA zudem den Recherchen seine Mitarbeiter vor Ort Rechnung. Auch die mit 100 Mio. t unverändert ausgewiesen Ernte für Brasilien bringt keine Überraschung, zumal die Conab die laufende Sojaernte auf knapp 101 Mio. t taxiert.
 
Raps/Palmöl: Der Druck auf Raps setzt sich weiter fort. Der Mai fiel an der Matif im Schlusskurs auf 355,50 €/t. Währungseinflüsse und die schwächeren Rohölnotierungen dürfen für die neuerlichen Kursverlusten gesorgt haben. 
Aber auch in Winnipeg verlor Canola-Raps weiter an Substanz. Der März fiel mit 460 Can-$/t unter eine wichtige psychologische Marke. Für Palmöl weisen die Notierungen in Malaysia heute Morgen ein leichtes Minus aus.
 
Rohöl: Der Terminmarkt ruderte wieder kräftig zurück. Brent verlor 2,56 US-$ und fiel auf 30,32 US-$/Barrel. WTI rutschte wieder unter die Marke von 28 US-$/Barrel. Die  Anleger sind nervös und warten auf ein Signal für Produktionseinschränkungen, dass bisher aber noch ausbleibt. Das Treffen Saudi-Arabiens mit Venezuela am Wochenende blieb ohne Ergebnis. Zusätzlicher starker Druck kam von schwachen Aktienmärkten. Die internationale Energieagentur IEA sieht die Rohölpreise wahrscheinlicher weiter fallen und die globalen Rohölbestände bei schwächeren Nachfragesignalen weiter steigen. (St) 
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