Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rohöl und Finanzmärkte belasten


Sojakomplex: Die Chicagoer Sojabohnenkurse standen unter dem Einfluss schwacher Finanzmärkte und Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten. Bei Börsenschluss notierten Sojabohnen und Sojaöl schwächer, Schrot konnte sich durch Spreads gegen Sojaöl gut behaupten. Die März-Bohne schloss mit 8,61 US-$/bushel. Die Bekanntgabe von US-Sojabohnenexporten von 368.000 t unterstützte die Kurse nur kurzfristig. Die Fonds bauten in der Vorwoche ihre netto-Shortpositionen trotz der Positionsbereinigungen weiter aus.
 
Die Witterungsbedingungen für die südamerikanischen Sojabohnenernten sind unproblematisch bis gut. Die bisher zu nassen Anbaugebiete im Süden Brasiliens trocken weiter ab. In Argentinien sorgen Niederschläge für gute Wachstumsbedingungen für die Sojabohnenernte.
 
Raps: Das schwache Umfeld von Rohöl, Soja und Palmöl ließen die Rapskurse an der Matif erneut nach unten korrigieren. Die beiden vorderen Termine verloren 2,75 €/t, der Februar fiel auf 364 €/t. Die Aktivitäten an der Matif waren erneut äußerst lebhaft, es wurden mehr als 14.300 Kontrakte gehandelt.  
 
In Winnipeg drückten die schwächeren Sojanotierungen und Positionsbereinigungen vor dem heutigen USDA-Zahlen die Canola-Kurse wieder in den roten Bereich. Der März-Kontrakt fiel mit einem Schlusskurs von 478,40 Can-$/t unter seine Stützungslinie.
 
Palmöl: Die Palmölkurse gerieten mit turbulenten chinesischen Finanzmärkten unter Druck. Die Notierungen gaben bis zu 35 Ringgit nach, der März fiel wieder unter 2400 Ringgit. Auch die im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent gefallenen Palmölbestände in Malaysia konnten die schwache Tendenz nicht drehen.
 
Rohöl: Die Futures markierten nach dem neuerlichen Einbruch an den chinesischen Aktienmärkten neue Tiefs. Brent verlor 2 US-$ und fiel auf 31,55 US-$/Barrel. WTI gab ebenfalls deutlich nach und fällt heute Morgen unter 31 US-$. Die Anleger ziehen verstärkt Kapital von den Futures ab und haben ihre long-Positionen bei WTI-Öl auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2009 zurückgefahren. In den USA ist die Zahl der aktiven Bohrungen in der Vorwoche um weitere 20 Stellen zurückgegangen. Die Commerzbank vermutet, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis die US Rohölproduktion merklich fällt. (St) 
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