Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rohölpreise auf rasanter Talfahrt


Sojakomplex: Die Kursbewegungen hielten sich in engen Grenzen. Die Juli-Bohne schloss geringfügig schwächer und notierte mit 9,74 US-$/bushel. Der Sojamarkt scheint kurzzeitig in eine Konsolidierungsphase einzuschwenken. Sojaschrot schloss knapp behauptet und der Mai mit 3,19 US-$/short ton. Unterschwellig war die Stimmung etwas schwächer, doch in den südlichen US-Anbaugebieten müssen viele Flächen nach den Überschwemmungen neu eingesät werden.
 
In Brasilien planen die Farmer im Mato Grosso für die kommende Aussaat aufgrund schwacher Renditen erst einmal keine weitere Ausdehnung des Sojabohnenanbaus, so eine Agentur-Umfrage. Der Mato Grosso ist für rund 35 % der brasilianischen Sojabohnen-Produktion gut.
 
Raps: Die Stimmung am europäischen Markt ist schwach. Die vorderen Termine der neuen Ernte verloren 2,25 €/t. Die August schloss mit 366 €/t, war aber zwischenzeitlich bis zu 4,50 €/t in den roten Bereich gerutscht.
In Winnipeg gab die neue Ernte etwas nach, der November konnte sich mit 502 Can-$/t aber oberhalb der psychologischen 500-Dollar Marke halten. Die alte Ernte notierte mit Positionsbereinigungen vor dem heutigen  Bestandsreport von Statistics Canada stabil.
 
Palmöl: Ein etwas schwächerer Ringgit brachte die Palmölpreise etwas nach oben. Heute Morgen sind die Notierungen in Kuala Lumpur neutral.
 
Rohöl: Die Rohölpreise befinden sich auf rasanter Talfahrt. Am Vortag verlor Brent-Crudeöl 2,41 US-$ und fiel auf 48,38 US-$/Barrel. WTI verlor in ähnlicher Größenordnung. Der Einbruch setzte sich heute Morgen erst einmal fort. Die beiden westlichen Ölsorten sind unter psychologische Schwellen und Stützungsniveaus gefallen. Die steigende US-Rohölproduktion dürfte den Anlegern auf die Stimmung geschlagen sein, denn in den USA ist die Ölförderung mit 9,29 Mio. Barrel täglich auf den höchsten Stand seit Mitte 2015 gestiegen. (St) 
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