Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rohölpreise im auf und ab

Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse konnten sich gut behaupten, der März notierte mit 10,37 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 624.000 t Sojabohnen waren zwar nicht berauschend, schüren aber Hoffnung auf eine stetige Nachfrage nach den US-Bohnen. Die Schrotexporte fielen mit 396.000 t überraschend hoch aus. Die Schrotpreise gaben allerdings mit Spreads gegen festes Sojaöl nach und der März schloss nach einem Minus von 2,2 US-$ knapp unter 334 US-$/short ton.
 
Aus Argentinien gibt es keine neuen Wettermeldungen. Die aktuellen Prognosen lassen bis auf lokale Nässeprobleme überwiegend günstiges Wetter für die argentinischen Bohnen erwarten. Für Brasilien taxiert das Brokerhaus FC Stone die kommende Sojabohnenernte auf 104,1 Mio. t und befindet sich damit in bester Gesellschaft mit dem USDA und mit AgroConsult.
 
Raps: Die Rapspreise tendieren etwas nach oben. Der Mai schloss nach einem Kursgewinn von 0,75 €/t knapp unter 413 €/t. Auch die übrigen Termine legten etwas zu. Das große Fragezeichen am europäischen Rapsmarkt bleiben die Rapsimporte aus Australien. Über die mögliche Höhe der Importe und den Start der Verladungen wird zurzeit nur spekuliert. Markteinschätzungen gehen aber davon aus, dass sie höher ausfallen könnten, als zuletzt geschätzt.
In Winnipeg schlossen die Canola-Notierungen ebenfalls fester und legten bis zu 3,60 Can-$/t für die alte Ernte zu. Der März notierte mit 515 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Notierungen in Malaysia hielten ihre feste Tagestendenz bis Börsenschluss. Heute Morgen zehren Gewinnmitnahmen die Vortagsgewinne wieder zur Hälfte auf.
 
Rohöl: Das Wechselspiel der Rohölnotierungen setzt sich fort. Am Vortag schlossen die Märkte etwas schwächer, Brent-Crudeöl verlor 0,24 US-$ und notierte mit 56,56 US-$/Barrel. Einer Bloomberg-Umfrage zufolge hat die Opec ihre Ölproduktion bisher um 840.000 Barrel pro Tag gesenkt und nur ein Teil der geplanten Reduktions-Menge von 1,2 Mio. Barrel pro Tag realisiert. (St) 
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