Märkte am Morgen: Getreide

Rote Vorzeichen für Weizen und Mais

Weizen: Weizen in Chicago geht den Weg der Schwäche weiter. Der Dezember gibt noch einmal 0,50 Prozent auf 5,0675 US-$/Bushel nach. Neben der guten Versorgung weltweit zieht ihn auch der Mais mit nach unten. Daneben sorgen die guten Aussaatbedingungen in den südlichen Plains für Schwäche. Die ungewöhnlich kalten Temperaturen in Russland und der Ukraine nähren dagegen die Sorge um den Aufwuchs der dortigen Saat. Daneben bleibt dort das trockene Wetter bestehen.

Das französische Statistikamt hat die diesjährige Weizenernte noch einmal nach oben korrigiert. Anstatt 40,8 Mio. t vor einem Monat gehen sie jetzt von 41 Mio. t Weizen aus. Damit liegt die Ernte 9,3 Prozent über dem Vorjahr und 14,2 Prozent über dem Fünfjahresschnitt.

Ägypten hat 180.000 t russischen und rumänischen Weizen gekauft. Saudi-Arabien steht für den Kauf von 740.000 t Weizen aus Europa. Über Nacht bleibt der Weizen weiter unter Druck.

In Paris passt sich der Weizen den Tendenzen in den USA an und gibt nach. Allerdings halten sich die Verluste in Grenzen. Lediglich der Dezember behauptet sich noch gegen die allgemeine Entwicklung mit einen Plus von 0,25 €/t auf 179,75/t. Der März verliert diese 0,25 €/t auf 186,75 €/t.

Mais: In Chicago sieht der Mais rot und fällt auf ein Zwei-Wochen-Tief. Der Dezember gibt um 0,52 Prozent auf 3,8075 US-$/Bushel nach. Auslöser ist unter anderem der niedrige Rohölpreis. Er schickt die Ethanolpreise in den Keller und zieht den Mais als Hauptrohstoff mit nach unten. Daneben drückt der gute Erntefortschritt im Mittleren Westen auf die Kurse. Ende der Woche könnten 50 Prozent der Ernte in Minnesota eingefahren sein.

In Paris ist der Mais uneinheitlich gestimmt. Die vorderen Monate zeigen eindeutig eine rote Farbe. Der November verliert 1,00 €/t auf 165,75 €/t. Später sind auch unveränderte Preise zum Vortag bis zu negativen Zahlen angesagt. Über Nacht bleibt der Mais noch unverändert gestimmt. (dg)
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