Märkte am Morgen: Ölsaaten

Roter Tag im Sojakomplex

Sojakomplex: Der sehr gute Zustand der US-Sojabohnen und gemäßigte  Wettermodelle ließen den Sojakomplex wieder einbrechen. Die November-Bohne verliert über 38 Cent/bushel und fällt auf 10,28 US-$/bushel. Schrot verliert knapp 15 US-$ und notiert im Frontmonat knapp unter 360 US-$/short ton.
 
Nach den aktuellen US-Wettermodellen lässt sich vorerst keine extreme Hitzewelle in den Kerngebieten des US-Sojabohnenanbaus erwarten. Für Iowa und Illinois sind sogar  Schauer und Gewitter in der Vorhersage. Vor allem die überraschend gute Bonitierung der US-Sojabohnenbestände vom Wochenanfang, die mit 71 Prozent gut bis exzellent  ausgewiesen wurden, lassen den ‚Bullen‘ die Argumente ausgehen. Die Volatilität dürfte allerdings noch eine Zeit lang anhalten, jedenfalls solange, wie sich die US-Sojabohnen in der kritischen Phase der Schotenfüllung befinden.
 
Von dem Trucker-Streik in Argentinien lassen sich nach Einschätzungen vor Ort nur Auswirkungen auf die Schrotexporte erwarten, wenn er sehr lange anhalten sollte und den argentinischen Ölmühlen die Sojabohnen knapp werden sollten.
 
Raps: Die schwachen Vorgaben vom Sojakomplex schlugen sich am europäischen Rapsmarkt nur in überschaubaren Notizverlusten von bis zu 1,50 €/t nieder. Der August schloss mit 360 €/t. Für den August-Kontrakt, der am Monatsende ausläuft, finden bereits umfangreiche Positionsbereinigungen statt.
In Winnipeg geriet Canola-Raps stärker unter die Fuchtel vom Sojakomplex und verlor mehr als 7 $/t. Der November notierte bei rund 463 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Tendenz für Palmöl scheint sich weiter zu stabilisieren, denn die Kurse in Malaysia drehten sich noch nach grün. Die vorderen Termine notieren wieder oberhalb von 2300 Ringgit. Innerhalb von einer Woche konnte Palmöl in Kuala Lumpur wieder rund 5 Prozent zulegen.
 
Rohöl: Der Terminmarkt gibt derzeit wenig her. Mit verhaltenem Engagement der Finanzanleger stehen die Kurse wieder unter Druck. Brent verlor 0,30 US-$ und fiel auf 46,66 US-$/Barrel. WTI verlor doppelt so viel und notierte 2 US-$/Barrel unter der Nordsee-Ölsorte. (St)
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