Die deutsche Notierungfür Schlachtschweine bietet als Leitnotierung mit einem wiederholt unveränderten Preis eine starke Orientierungshilfe. Zum fünften Mal in Folge liegt das korrigierte, deutsche Preisniveau bei 1,58 €/kg Schlachtgewicht (SG). Auch in Österreich und Dänemark bewegten sich die Notierungen seitwärts, ebenso annähernd auf unverändertem Niveau lag Frankreich.

Laut Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme, mussten die Franzosen einen marginalen Preisrückgang aufgrund des erhöhten Wettbewerbsdrucks auf den Exportmärkten durch die nordeuropäischen Länder hinnehmen. Die Forderung nach konkreten Maßnahmen der Regierung zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs auf den Exportmärkten rückt angesichts der aktuellen Regierungskrise vermutlich wieder in den Hintergrund.

Auch aus Spanien sind Klagen zur mangelnden Wettbewerbsfähigkeit zu hören, weswegen die dortige Notierung erneut nachgab. Der Preisabstand zwischen Spanien und Deutschland liegt aktuell bei 27,1 Cent. Leichte Preisrückgänge mussten auch die Niederlande und Belgien aufgrund der Absatzsituation verbuchen, deutlicher gab der Preis in Irland nach, von 1,59 €/kg SG auf 1,56 €/kg SG.
 
Am deutschen Schlachtschweinemarkt zeigt sich die Stimmung zum Ende der aktuellen Schlachtwoche insgesamt positiv. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen wird gut nachgefragt und die Vermarktung läuft zügig. Gleichzeitig liefert das Ferienende in NRW erste positive Impulse. Das morgige Ergebnis der Internet-Schweinebörse wird zeigen, ob bereits Spielraum nach oben besteht. (az)
stats