Gute Aussichten

Rumäniens Weizen am Weltmarkt gefragt

In Rumänien wächst Weizen zur Ernte 2014 auf einer größeren Fläche als im Vorjahr, berichtet das Büro des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA in Bukarest. Die Witterung war bisher überwiegend günstig. Außerdem hat die Vegetation einen Vorsprung von etwa zwei bis drei Wochen im Vergleich zu Normaljahren. Die bevorstehende rumänische Weizenerzeugung schätzt das USDA mit 7,5 Mio. t fast so hoch wie das Rekordergebnis 2013.

Die Weizenexporte werden voraussichtlich nicht ganz so umfangreich sein wie in der laufenden Saison 2013/14, für die das USDA mit etwa 4,8 Mio. t rechnet. Mit Abstand größtes Käuferland für rumänischen Weizen ist nach Informationen des Bukarester Büros Ägypten. Weitere Exporte gehen in andere nordafrikanische Länder sowie nach Südeuropa.

Maisentwicklung im Rückstand

So günstig in Rumänien die heftigen Regenfälle im März und April für den Weizen waren, so hinderlich waren sie für die Maisaussaat. Mittlerweile holt der Mais nach Beobachtung des USDA-Büros die verspätete Aussaat jedoch auf. Die Erzeugung wird aber voraussichtlich deutlich gegenüber dem hohen Vorjahresergebnis abfallen. Das USDA-Büro rechnet mit einem Rückgang um 15 Prozent auf etwa 9,3 Mio. t. Auch die Maisexporte werden voraussichtlich das hohe Niveau aus der Saison 2013/14 von etwa 3,8 Mio. t verfehlen. Für rumänischen Mais sind die Niederlande und Ägypten die größten Käuferländer.

Hafen nimmt Ware aus Nachbarländern auf

Als "strategischen Vorteil" für die rumänische Getreidewirtschaft bezeichnet das USDA-Büro in Bukarest den Schwarzmeerhafen in Constanza. Er bietet gleichzeitig Zugang zur Donau. Da entlang dieses Wasserweges und im Hafen selbst die Kapazitäten stark ausgebaut worden sind, ist über Constanza 2013 die bisher größte Menge von zusammen 17,2 Mio. t Getreide und Ölsaaten verschifft werden. Die Ware stammt nach Angaben des USDA-Büros nicht nur aus Rumänien, sondern auch aus den benachbarten Ländern Ungarn, Serbien und Bulgarien. (db)
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