Vorschätzung

Russischer Weizen bricht Rekorde

Die russische Weizenerzeugung für die Saison 2016/17 schätzt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) jetzt auf 72 Mio. t. Sie wäre nicht nur 18 Prozent größer als die bereits beachtliche Vorjahresernte, sondern würde auch den bisherigen Rekord von 63,7 Mio. t aus 2008 um 13 Prozent übertreffen.

Das USDA nennt als Grund noch nie erreichte Erträge für Winterweizen im westlichen Teil Russlands und hohe Ertragserwartungen für Sommerweizen entlang der Wolga, in Sibirien und in den Ural-Gebieten. Der Drusch in diesen Regionen ist noch nicht abgeschlossen. Die Weizenanbaufläche ist dagegen in Russland nur leicht vergrößert worden.

Mit dieser hohen russischen Ernte bei gleichzeitiger Schwäche des westeuropäischen Angebots – besonders wegen der Ausfälle in Frankreich – wird sich 2016/17 voraussichtlich die Rangfolge der Weizenexportländer neu sortieren Das USDA geht jetzt davon aus, dass Russland mit 30,0 Mio. t an der Spitze steht, gefolgt von der EU mit 27,0 Mio. t und direkt dahinter den USA mit 25,9 Mio. t. In der vorigen Saison stand die EU mit 33,8 Mio. t mit Abstand vorn, gefolgt von Russland mit 25,5 Mio. t und Kanada mit 22,0 Mio. t Die USA kamen nur auf Platz 4 mit 21,1 Mio. t. (db)
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