Die russische Behörde teilte mit, dass die schottische Firma Albert Bartlett 160 t Pflanzkartoffeln nach Russland exportieren darf. Die Pflanzkartoffeln sollen an ein Unternehmen in der Region Brjansk geliefert werden.

Russland kann seinen Bedarf an Pflanzkartoffeln nicht durch inländische Produzenten decken und ist deshalb auf Einfuhren aus der EU angewiesen. Das von der Regierung im vergangenen Jahr beschlossene Embargo für die Einfuhr von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten beinhaltete zunächst auch Pflanzkartoffeln. Später wurden diese von der Liste gestrichen.

In den vergangenen Jahren hat Russland aus der EU jährlich rund 22.000 t Pflanzkartoffeln bezogen, davon lieferten die Niederlande rund die Hälfte. Auch Deutschland, Finnland und Polen waren bisher wichtige Bezugsquellen für die russischen Kartoffelproduzenten.

Das Exportgeschäft mit Russland gilt seit Jahren als schwierig, weil die russischen Behörden immer wieder angebliche Verstöße gegen Pflanzenschutzrechtliche Bestimmungen bemängeln, um die Einfuhrmengen zu steuern. (az)
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