Die russischen Einfuhren von Agrarprodukten und Lebensmitteln sind im 1. Halbjahr 2015 deutlich zurückgegangen, was unter anderem auf das seit August 2014 geltende Moskauer Embargo für zahlreiche Agrarprodukte und Lebensmittel aus mehreren westlichen Ländern zurückzuführen ist. In der Folge schrumpfte das Agrarhandelsbilanzdefizit um mehr als die Hälfte auf umgerechnet 4,8 Mrd. €. Für die deutsche Landwirt- und Ernährungswirtschaft ermittelte vor Kurzem der Deutsche Bauernverband (DBV) einen Verlust durch die Importsperre von rund 3 Mrd. €.

Der Nachrichtendienst Agrar Europe hat die Daten des Statistischen Dienstes Russlands (Rosstat) ausgewertet. Demnach verringerten sich die Agrarimporte Russlands gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 40 Prozent auf umgerechnet knap 11 Mrd. €. Dabei gingen im Einzelnen die Einfuhren von Geflügelfleisch um 52,4 % auf rund 102 000 t zurück und die von Rotfleisch um 33,5 % auf 285 000 t. Zudem verringerten sich die Importe von Butter um 46,6 % auf gut 37.000 t sowie die von Käse und Quark um 54,3 % auf 85.000 t.
stats