Märkte am Morgen: Getreide

Russland ist nicht zu schlagen

Weizen: Bei einer Ausschreibung für den Import von 180.000 t Brotweizen sind erneut ausschließlich russische Lieferanten zum Zuge gekommen. Die Fob-Preise lagen bei 198 bis 200 US-$/t, das sind nach aktuellem Wechselkurs 168 bis 170 €/t. Die Cif-Preise lagen bei 212,75 bis 213,00 US-$. Sie aggressive russische Vermarktungspolitik bekommt auch die Ukraine zu spüren. Die Exportmenge fällt im bisherigen Wirtschaftsjahr deutlich kleiner aus als 2016/17. Bis Anfang Oktober summierten sich die Brot- und Futterweizenexporte auf 6,5 Mio t., das waren 700.000 t weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Gerstenexporte blieben mit 3,2 Mio. t um 500.000 t hinter dem Vorjahr zurück. Die Maisausfuhren konnten dagegen auf 1,2 Mio. t nahezu verdoppelt werden.

In Chicago gaben die Kurse am Mittwoch erneut nach. Regenfälle in dem Plains verbessern die Aussichten für die Ernte 2018. Die Notierungen fielen im Durchschnitt um 5 Cent. Der Dezember schloss mit einem Minus von 5,6 Cent bei 4,42 US-$/bushel. Dezemberweizen verliert an der Matif 1 € und schließt bei 166 €/t. Der schwache Euro hilft dem europäischen Weizen das Preisniveau aus der vergangenen Woche weitgehend zu halten. In Chicago sind die Notierungen dagegen seit dem vergangenen Donnerstag um gut 4 Prozent zurückgegangen.

Mais: Am Maismarkt gab es gestern keine großen Ausschläge. Chicago schloss mit einem kleinen Minus von 1,2 Cent bei 3,48 US-$/bushel. Die Matif gab 50 Cent auf 155 €/t nach. Stützend wirkten eine hohe Verarbeitung durch die Ethanolindustrie, dämpfend steigende Ethanolbestände. Von den heutigen US-Exportzahlen werden keine Überraschungen erwartet.

Euro/US-Dollar: Der Euro konnte sich gestern auf niedrigem Niveau stabilisierten. Die Bestrebungen Kataloniens nach einer Abspaltung von Spanien sorgen weiter für Verunsicherung. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1755 US-$. (SB)
stats