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In der Reihenfolge USA, Australien, China und EU kürzt das USDA die Weizenernte für das laufende Wirtschaftsjahr 2017/18. Dennoch bleibt es bei einer hohen globalen Produktion von rund 738 Mio.t , heißt es heute im Juli-Wasde, der am frühen Abend veröffentlicht wurde.
Allen Unkenrufen zum Trotz erhöht das USDA die russische Weizenerzeugung um 3 auf 72 Mio. t. Auch in der Türkei herrschen günstige Erntebedingungen, was die US-Analysten dazu veranlasst, die Juli-Prognose auf 19,5 Mio. t Weizen anzuheben.
Hingegen hat die Hitzewelle im Juni in den EU-Ländern Spuren hinterlassen. Für die EU gibt es einen Rückgang um 0,8 auf nunmehr 150 Mio. t Weizen. Vor allem die Erträge in Spanien sind schwach und auch in Frankreich hatten die Landwirte gehofft, mehr vom Feld zu holen.

Noch lange hin ist es bis in Australien die Ernte ansteht. Aber die schlechten Aussaatbedingungen und anhaltende Trockenheit lässt nichts Gutes erwarten. Das USDA reduziert in seinem Juli-Wasde die Ernte in Down Under auf 23,5 Mio. t.


Russland spielt mit den hohen Ernteaussichten beim Export im Vermarktungsjahr 2017/18 eine noch größere Rolle als bisher und könnte sogar auf Platz 1 in der Weltrangliste aufsteigen. Jetzt sind laut USDA sogar Exporte in Höhe von 30,5 Mio. t Weizen möglich. Dafür muss die EU Abstriche machen und landet jetzt bei Weizenexporten von 30 Mio. t (minus 0,5 Mio. t gegenüber Juni) auf Platz 2. Auch die Ukraine wird weniger als noch vor einem Monat erwartet, exportieren.

Globale Endbestände sinken

Entgegen früheren Vermutungen, wird nun doch von einem weltweit höheren Weizenverbrauch ausgegangen. Die globalen Endbestände von Weizen dürften im Berichtsjahr 2017/18 und damit Ende Juni 2018 bei 260 Mio. t und damit nochmal niedriger als im Juni-Bericht liegen.

An der Chicagoer Börse CBoT verliert der Septemberweizen gegenüber Vortag und liegt bei 5,37 US-$/bushel. (da)
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