Märkte am Morgen: Getreide

Russland schlägt wieder zu

Weizen: Ägypten hat erneut 170.000 t Weizen in Russland gekauft. Die Fob-Angebote lagen mit 197,97 bis 201,89 US-$/t etwas höher als in der vergangenen Woche (198 bis 200 US-$/t). Die günstigsten Offerten aus EU-Ländern kamen aus Rumänien mit 203,99 US-$/t und Frankreich 206,69 US-$. Die erfolgreichen russischen Cif-Angebote lagen bei 213,66 bis 216,58 US-$. Rumänischer Weizen lag mit 217,44 US-$ knapp darüber.

Das erneute Scheitern beim weltweit wichtigsten Weizenimporteur und der stärkere Euro setzten die Matif-Notierung unter Druck. Der Dezember gab um einen Euro auf 163 €/t nach und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen. Auch in Chicago waren die Vorzeichen gestern rot, die Verluste blieben aber klein. Der Dezember sank um 0,6 Cent auf 4,35 US-$/t. In der Nacht verlor der Future weitere 1,75 Cent. Die Winterweizenaussaat in den USA kommt etwas langsamer vorn als in den Vorjahren. Nach den jüngsten Regenfällen sind die Bedingungen aber gut und geben keinen Anlass zur Sorge.

Mais: Die Maisnotierungen an der Matif konnten ihre Talfahrt am Dienstag stoppen. Der November schloss nach schwachem Beginn am Abend bei 153,25 €/t unverändert. In Chicago konnten zwischenzeitliche Gewinne nicht gehalten werden. Der Schlusskurs lag mit 3,49 US-$/bushel um 0,2 Cent niedriger als am Montag. Heute Morgen steht Mais mit knapp 2 Cent im Minus. Die EU-Kommission hat gestern den Importzoll für Mais, Sorghum und Roggen von 10,95 auf 5,61 €/t gesenkt.

Die US-Maisexporte liefen in der vergangenen Woche eher schleppend. Auch die Maisernte verläuft langsamer als in den Vorjahren. Bisher wurden 22 Prozent der Flächen geerntet, das ist deutlich weniger als der mehrjährige Durchschnitt von 37 Prozent. Die Erträge sind etwas höher als erwartet. Analysten rechnen deshalb damit, dass die US-Maisernte vom USDA leicht angehoben werden könnte. Der neue Wasde wird morgen veröffentlicht.

Die brasilianische Agrarbehörde CONAB rechnet für 2017/18 mit einer geringeren Mais-Anbaufläche. Die Produktion könnte damit gegenüber dem Vorjahr von 98,5 Mio. t auf 93,5 Mio. t sinken. Das USDA rechnete im September-Wasde mit 95 Mio. t.

Euro/US-Dollar: Der Euro stabilisiert sich weiter. Heute Morgen steht der Euro bei 1,1816 US-$ so hoch wie zuletzt vor zwei Wochen. (SB)
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