Export

Russland steht auf der Bremse

Seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2015/16 am 1. Juli bis einschließlich 9. August hat Russland 2,6 Mio. t Getreide exportiert. Das seien gut 46 Prozent weniger als die 4,9 Mio. t Getreide, die im Vergleichszeitraum des Vorjahres verschifft wurden, berichtet das Analystenhaus APK-Inform und beruft sich auf Zahlen des russischen Statistikamtes. Im Einzelnen setzen sich die Exporte unter anderem aus 1,7 Mio. t Weizen, rund 770.000 t Gerste und 159.000 t Mais zusammen.

Russland tritt in dieser Saison mit günstigen Preisen für Weizen am Weltmarkt auf und hat damit unter anderem schon im Ägyptengeschäft punkten können. Für den dennoch deutlichen Rückgang der Ausfuhren gibt es verschiedene Erklärungen: Einige Beobachter verweisen auf Regenfälle, die während der Erntezeit für eine Verzögerung des Druschs sorgten und damit auch die Verladung von neuerntiger Ware behinderten.

Andere wiederum sehen die Ursache in dem Exportzoll für Getreide. Seit Saisonbeginn wird diese Abgabe an den Kurs des Rubels zum US-Dollar gekoppelt. Anders als zum Ende des Wirtschaftsjahres 2014/15 gibt es also keine klaren Vorgaben. Das macht den Zoll für Exporteure schwer kalkulierbar. (pio)
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