Märkte am Morgen: Getreide

Russland treibt Weizenpreise

Weizen: Spekulationen über die künftige Exportpolitik Russlands bestimmen die Weizennotierungen. Die Matif legt bis zu 2,25 €/t zu, Chicago schließt 12,4 Cent/bushel fester. In Paris sind die Weizenkurse auf den höchsten Stand seit sechs Monaten und in Chicago seit fünf Monaten gestiegen. Die Rally in Chicago dürfte neben Käufen der Fonds auch von Short-Eindeckungen getrieben sein.  
 
Der internationale Getreidemarkt sind der Handel und die Anleger über die jüngsten Andeutungen der russischen Regierung verunsichert. Russland denkt anscheinend intensiv über  Exportbeschränkungen bei Getreide nach. Zum Wochenstart deutete der russische Agrarminister in einem Interview mit der Tass mögliche Ausfuhrbeschränkungen für die nicht in Russland ansässigen Exporteure an.
 
Auch die schwachen Winterweizenbestände in Russland und der Ukraine werden wieder hochgekocht. UkrAgroConsult rechnet aufgrund der kleineren Aussaatfläche und schwachen Beständen im kommenden Jahr mit einer Weizenernte von 20 Mio. t in der Ukraine. Dies wären 3 Mio. t weniger als im Vorjahr.
Argentinien hat eine weitere Million Tonnen Weizen für den Export freigegeben.
 
Mais: Mais geht die Weizenrallye mit. An der Matif legte der März 3,25 €/t zu, der Januar notierte 1,50 €/t fester. In Chicago blieben die Fonds nach dem Sprung der Maisnotierungen über 4 US-$/bushel auf der Käuferseite und die feste Tendenz hielt an. In der Vorwoche haben die Anleger an der CBoT ihre netto Long-Position um rund 33.000 Kontrakte ausgebaut. Gerüchte, dass China möglicherweise einen Trait von GVO-Mais und das daraus anfallende Nachprodukt DDGS für den Import freigegeben könnten, schürten die feste Stimmung. (St)
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