Märkte am Mittag

Saudi Arabien sucht Gerste


Berichte, wonach Saudi Arabien eine öffentliche Ausschreibung von Gerste in Kürze bekannt geben will, bringen weiteren Schwung in den Getreidehandel. Der weltweit größte Gersteneinkäufer benötigt kurzfristig 1 Mio. t Gerste. Als möglicher Lieferant steht Australien an erster Stelle. Das Land steht kurz vor einer Rekordgetreideernte vor Weihnachten. Auch Argentinien könnte Gerste liefern. Das deutsche Gerste dabei zum Zug kommen könnte, ist nicht unwahrscheinlich. Denn mit dem höheren Ölpreis steigen auch die Schiffsfrachten, so dass der Transport von Hamburg oder Rostock international mit Angeboten aus Australien oder Argentinien mithalten könnte. Gerste dürfte im ostdeutschen Hinterland noch vorhanden sein. Bei einer Abholung ab Hof dürften je nach Entfernung zum Hafen 135,00 bis 140,00 €/t möglich sein. Geliefert nach Rostock Basis Januar werden rund 147,00 €/t für die Gerste genannt. Immer mehr Aktivitäten gibt es auch im Export von Weizen. Für den Dezember sind einige Schiffsbeladungen vorgesehen. Derzeit bedient sich der Handel noch aus Einkäufen aus den vorangegangenen Monaten. Bleibt es bei der guten Auftragslage, könnten sich ab Januar Anschlusskäufe abzeichnen. Weizen kann sich an der Warenterminbörse zum Wochenschluss leicht befestigen und notiert für den Dezember-Termin bei 160,75 €/t.

Die Opec-Mitglieder haben sich in Wien auf eine niedrigere Ölfördermenge von 32,5 Mio. Barrel (159 Liter) täglich geeinigt. Die Rohölpreise zogen daraufhin kräftig an. Marktteilnehmer rechnen mit einem Anstieg im kommenden Halbjahr auf 55 US-$/Barrel. Auch Raps profitiert von dieser Entwicklung. Nachdem gestern an der Matif fast die 410,00 €/t durchbrochen wurden, rudert der Der Februar-Kontrakt für Raps heute Mittag zurück und notiert immer noch ordentlich bei 408,25 €/t, ein Rückgang gegenüber Donnerstag um 2,75 €/t. (da)
stats