Märkte am Morgen: Ölsaaten

Scharfe Korrektur auf breiter Basis

Sojakomplex: Das abrupte Ende der Soja-Rally ließ nicht lange auf sich warten. Die Korrektur war absehbar und am Freitag lösten die Fonds umfangreiche Positionen bei den Futures und vor allem bei den Optionen auf. Nach Gewinnmitnahmen fielen die  Sojabohnenkurse bis zu 31,6 Cent/bushel in den roten Bereich. Auch die Juli-Bohne  verlor die Unterstützung der 10-Dollar-Marke. Sojaschrot korrigierte deutlich nach unten.  Der Juli verlor 13,4 US-$ und fiel auf knapp 315 US-$/short ton. Die Verluste für Sojaöl hielten sich in überschaubarem Rahmen. Zum Wochenauftakt notiert die elektronische Börse in Chicago moderat rote Vorzeichen am Sojakomplex.
 
In Argentinien bessert sich das Wetter auf und lässt in Kürze wieder Fortschritte bei der Sojabohnenernte erwarten. Die meisten Analysten gehen von einer argentinischen Sojabohnenernte von 55 bis 58 Mio. t aus und rechnen mit keiner signifikanten Veränderung der globalen Sojabohnenbilanz. Allerdings dürfte die kleinere Ernte in Argentinien die Schrotpreise tangieren, denn Argentinien ist der größte Sojaschrotexporteur auf dem Globus.
 
China will den Anbau von Sojabohnen bis zu Jahr 2020 um 40 Prozent auf 9,33 Mio. ha  ausweiten. Parallel dazu soll der Maisanbau reduziert werden, war auf dem Agriculture Outlook-Forum in China zu hören.
 
Raps: Mit schwachem Soja verlor der Matif-Raps wieder an Substanz. Der Mai gab knapp 6 €/t auf 374,50 €/t nach. Der August fiel auf rund 364 €/t. Die Aktivitäten waren erneut äußerst lebhaft. In Winnipeg verloren die Canola-Futures über 5 Dollar und der Mai fiel auf 489 Can-$/t.
 
Palmöl: Auch die Palmöl-Futures klicken ein und beendeten die Aufwärtstendenz der Vortage. Die Notierungen für Juni und Juli rutschten in Malaysia wieder unter 2700 Ringgit. Heute Morgen setzen weitere Gewinnmitnahmen die Börsenkurse erneut unter Druck.
 
Rohöl: Die Rohölpreise zeigen weiterhin eine stabilere Tendenz. Zum Wochenschluss zogen Brent Crudeöl und WTI-Öl bis knapp 0,60 US-$/Barrel an. Heute Morgen werden die Verluste im asiatischen Handel allerdings wieder aufgezehrt. Die Opec und Russland sind auf der Suche nach einem nach einem neuen Ansatz, um die Ölproduktion einzufrieren. (St) 
stats