Märkte am Morgen: Getreide

Scharfer Frost treibt Kurse

Weizen: Die Vorgaben vom Weizenmarkt kamen aus Chicago. Der Kälteeinbruch in den USA mit arktischen Temperaturen bis -18 °C gab den Chicagoer Weizenfutures Auftrieb. Zeitweise bewegten sich die Kurse im deutlich zweistelligen Plus-Bereich. Bei Börsenschluss legte der März 7,6 Cent/bushel zu. Befürchtungen über mögliche Auswinterungsschäden in den HWR-Winterweizengebieten machten die Runde. In weiten Teilen der zentralen und südlichen US-Plains sind die Weizenbestände nur von einer sehr dünnen Schneedecke geschützt, teilweise fehlt sie sogar. Die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 352.800 t Weizen fielen wenig beeindruckend aus.
 
An der Matif profitierte Weizen von festeren Vorgaben aus Chicago und vom festen Dollar, der den Weizenexporten aus der EU entgegenkommt. Der März notierte 3,75 €/t höher als am Vortag und schloss knapp unter 203 €/t. Der in Kürze auslaufende Frontmonat Januar machte einen volatilen Handelstag durch und wurde in einer Bandbreite von 8 €/t gehandelt.
 
 
Mais: Die Maisnotierungen in Chicago können am ersten vollen Handelstag im neuen Jahr einen Teil ihrer vorangegangen Verluste wettmachen. Der März schließt 10,2 Cent/bushel fester. Die Anregung kamen vom festen Weizen und Sojaschrot sowie von der Aussicht auf eine Nachfrageschub nach DDGS aus China und anderen Ländern. Auch der Kälteeinbruch in den USA schlug positiv zu Buche, denn die Börsianer gehen kurzfristig von einer steigenden Maisnachfrage der US-Veredlungswirtschaft aus.
 
An der Matif hat sich der Januar-Kontrakt mit einem Schlusskurs von 158 €/t bei ruhigem Handel vom Börsenparkett verabschiedet. Neuer Frontmonat ist der März, der mit 5,50 €/t deutlich zulegen konnte und knapp unter 167 €/t notierte. (St)
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