Märkte am Morgen: Getreide

Schaulaufen in Ägypten


Weizen: Weizen kann sich in Chicago zum Wochenschluss mächtig erholen und legt am vorigen Freitag ein Plus von 2,75 Cent auf 4,43 US-$/bushel auf das Parkett. Unterstützung kommt aus Minneapolis, wo der Sommerweizen notiert wird. Sommerweizen erhält in diesem Jahr mehr Beachtung, weil der normale Winterweizen beim Protein schwächelt. Die US-Weizenexporte nehmen insgesamt Fahrt auf und können es währungsbedingt derzeit auch mit russischem Weizen aufnehmen. Das US-Agrarministerium (USDA) registriert die höchsten Exporte von Weizen in der ersten Oktoberwoche in den USA seit sieben Wochen. Sommerweizen geht in Minneapolis mit 6,21 US-$/bushel in das Wochenende.

In Paris hingegen macht sich die Sorge um ausbleibende Exporte bei Weizen breit. Der Dezember-Weizen verliert 0,75 auf 165,25 €/t. Gegenüber russischer Ware ist beispielsweise deutscher Weizen rund 8 €/t zu teuer. Hoffnungen auf ein Engagement in Ägypten machen sich auch die Briten. Eine Delegation aus der Branche reiste vor Kurzem nach Kairo, um für die gute Qualität des britischen Weizens für Brot und Backwaren zu werben. "Was Frankreich kann, können wir auch im Export", sagte eine Handelsvertreterin aus London. Großbritannien exportiert am meisten in andere EU-Länder. Nach dem Brexit werden bilaterale Abkommen beispielsweise mit Spanien und Portugal anvisiert.

Mais: Die Maisfutures halten die Analysten mit 3,49 US-$/bushel an der CBoT für unterbewertet zur Lieferung im Dezember. Marktteilnehmer verweisen auf die Regenfälle, die vor allem im Cornbelt die Erntearbeiten erheblich erschweren und damit verzögern dürften. Ferner berichtet das USDA von einem Exportgeschäft über 195.000 t US-Mais an einen unbekannten Käufer. Die Zahl der offenen Positionen ist auf 136.835 Kontrakte seit August gestiegen.

Mais an der Euronext in Paris kann sich der Schwäche auf dem europäischen Markt nicht widersetzen und schließt am vergangenen Freitag bei 154,25 €/t um 0,50 €/t niedriger zum Vortag. (da)
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