Märkte am Mittag

Schiffsbeladung in Rostock

Markttendenz
Das Exportgeschäft hat den Weizenhandel noch nicht in Schwung gebracht. Für Raps ergeben sich wegen des starken US-Dollars Chancen.
Die Handelswoche startet sehr ruhig. Es gibt kaum nennenswerte Geschäfte, die mit Getreide zustandekommen. Einzig belebender Impuls sind die Aussichten, dass nun die ersten Schiffe in den Seehäfen liegen, die mit Weizen gefüllt werden. Destination ist Saudi-Arabien. Allerdings bedienen sich Händler aus Kontraktware, die schon seit langem vereinbart wurde. Deshalb hat auf den Binnenmarkt die Exportfreude noch nicht durchgeschlagen. Erst im neuen Jahr, wenn Anschlussware benötigt wird, sollte auch die Vermarktung von Weizen mehr Fahrt aufnehmen. Auch über die erforderlichen Qualitäten von 12,5 Prozent wie sie die Nordafrikanischen Kunden benötigen, herrscht Gewissheit, das davon genug vorhanden ist. Oft wird A-Weizen als B-Weizen angeboten, dann passt das ganze schon wieder.

Die Notierungen am Hamburger Markt sind heute nicht überzeugend. Die Verkaufsideen liegen für die späteren Termine um 2,00 bis 2,50 auf der Notierung von März an der Matif. Aktuell beträgt der Kurs für März-Weizen bei 169,00 €/t. Der Frontmonat Dezember gibt leicht nach und schwankt um 167 €/t.

Weitaus mehr Luft nach oben hat Raps. Hier verteuert der starke US-Dollar die Importe, was sogleich deutlich wird. Bisher haben die Ölmühlen in Europa viel Ware aus Kanada und Australien importiert. Doch nun kommen auch wieder inländische Offerten zum Zug. An der Matif legt Raps für Februar um 1,00 auf 398,00 €/t zu. Die Ölmühlen am Rhein zahlen für die vorderen Termine eine Prämie von 9,00 €/t auf den Matif-Geldkurs. (da)
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