HGCA-Umfrage

Schlechte Aussichten für Wintersaaten


Um 25 Prozent gegenüber Vorjahr ist die Fläche mit Winterweizen in England und Wales zur Ernte 2013 zurückgegangen. Das hat eine repräsentative Umfrage unter knapp 3.000 Betrieben im Dezember und Januar ergeben, berichtet das Londoner Getreideamt Home Grown Cereals Association. Demnach haben Landwirte Winterweizen auf einer Fläche von 1,39 Mio. ha ausgesät, ein Rückgang um 25 Prozent auf Jahressicht.

Kaum Toleranz für Wetterkapriolen

In Großbritannien war es zur Wintergetreideaussaat deutlich zu nass. Laut HGCA könnte trockenes Wetter ab Ende Februar noch Anbauarbeiten zugelassen haben – allerdings unter weniger als idealen Bedingungen. Die Verfassung der Winterweizenbestände beurteilen die Experten als schwach: „Die Pflanzen dürften weniger abgehärtet gegen extreme Witterungsverhältnisse bis ins Frühjahr und in den Sommer hinein sein“, lautet die Einschätzung.

Nicht ganz so deutlich zeigt sich aktuell der Rückgang der Winterrapsfläche. Diese umfasst 0,69 Mio. ha und ist lediglich 1 Prozent kleiner als im Vorjahr, geht weiter aus der HGCA-Umfrage hervor. Das Getreideamt erwartet aber, dass mehr Flächen nicht abgeerntet werden dürften als 2012, sodass sich der Rückgang im weiteren Jahresverlauf noch deutlicher bemerkbar machen könnte. Ob sich das in festeren Preisen für die Ölsaat niederschlagen wird, zweifeln die HGCA-Experten an: Außer den Briten sei lediglich in geringerem Umfang Frankreich mit schlechter Verfassung der Rapsbestände konfrontiert. (pio)
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