Märkte am Mittag

Schwache Börse tangiert Markt wenig

Die Kassamärkte zeigen sich zu Wochenanfang äußerst abwartend. Zum einen steht der USDA-Report ins Haus, zum anderen läuft der November-Weizenkontrakt an der Matif heute aus. Glattstellungen und technische Verkäufe setzen die Novemberkurs an der Matif am Vormittag erheblich unter Druck. Die Notierung für den Frontmonat fiel zeitweise um 7,75 €/t auf 155 €/t im Tief.
 
Die Kassamärkte ignoriern die technischen Kursverluste an der Börse. Aufgrund der etwas schwächeren Vortage haben sich die Weizenpreise allerdings um 1 bis 2 €/t abgeschwächt, sowohl für Futterweizen in den Veredlungsgebieten, als auch nominell für Backweizen zu den Mühlen.
 
Die Rapsnotierungen an der Matif zogen aufgrund freundliche Vorgaben vom Sojakomplex 2 €/t an. Im späten Mittagshandel notierte der Februar bei 335 €/t. An den Kassamärkten werden weiter keine Prämien auf die Matif Notierung bewilligt. Die Kurse zu den westdeutschen und südwestdeutschen Ölmühlen für das alte Jahr lagen je nach Parität zwischen 334,00 und 336,0 €/t franko Ölmühle.
 
Vom heutigen USDA-Report erwarten die meisten Marktteilnehmer keine allzu wesentlichen Erkenntnisse. Für Weizen könnten die Preise noch etwas zurückkommen, so Einschätzungen von Händlern und von Mühlen, denn die vorangegangenen Kursgewinne ließen sich fundamental nicht begründen. Mit gravierenden Einbrüchen bei den Weizenpreisen rechnet jedoch keiner.
 
Sollte die USDA-Schätzung für Mais ungünstiger als erwartet ausfallen, könnten die Maispreise, aber auch die Weizenpreise davon profitieren, wird vermutet. Da inzwischen etwa Zweidrittel der Maisernte in den USA eingebracht sind lassen sich dezidiertere Erkenntnisse über die US-Maiserträge erwarten. Vermutlich würden die durchschnittlichen Maiserträge ähnlich wie im Vormonat oder möglicherweise sogar etwas niedriger geschätzt werden, war zu hören.
 
Die US-Sojabohnenernte dürfte etwas größer ausfallen, werde aber die Marke von 9 Milliarden Bushel (ca. 109 Mio. t) kaum überschreiten, so Stimmen aus der Branche. Einer größeren US-Sojabohnenernte dürfte aber ein Plus bei den Sojabohnenexporten überstehen, so dass sich bei den US-Endbeständen kaum etwas ändern wird. Sobald die zusätzlichen Exportaufträge für Sojabohnen abgewickelt seien, könnten die Sojabohnennotierungen wieder zu 10 US-$/Bushel tendieren, vermuten Marktkenner. (St)
stats