Märkte am Morgen: Ölsaaten

Schwache Exporte belasten Sojabohnen

Sojakomplex: Überraschend niedrige US-Exportzahlen drückten kräftig auf die Sojabohne. Die Notierungen gaben bis zu 20 Cent/bushel nach, die November-Bohne  fiel auf 8,68 US-$/bushel und markierte ein neues Kontrakttief. Sojaschrot musste ebenfalls Federn lassen und gab bis knapp 6 US-$/short ton nach.
 
Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 665.500 t Sojabohnen waren niedrigsten in dieser Kampagne und lagen erheblich unter den Markterwartungen. Obwohl die Verladungen aus der US-Bohnenernte zuletzt recht zügig verliefen, liegen die Exportaufträge der USA 22 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Fonds regierten mit Verkäufern von 11.000 Sojabohnenkontrakten auf die enttäuschenden Zahlen.
 
In Brasilien verlaufen die Sojaverladungen ausgesprochen lebhaft. Vor Paranagua hat sich zurzeit einen Verladestau mit Wartezeiten bis zu 43 Tagen für die Dampfer aufgebaut.
 
Raps: Die schwache Sojabohne, rückläufige Palmölnotierungen in Verbindung mit niedrigeren Rohölpreisen drückten den Raps nach unten. Der Februar verlor an der Matif  2,50 €/t und fiel auf 380 €/t. In Winnipeg fiel der Canola-Kurs für Januar um knapp 7 Can-$/t auf 474 Can-$/t.
Heute Morgen sind die Vorgaben vom Sojakomplex zwar wieder etwas freundlicher, doch die Palmölnotierungen in Malaysia zeigen erneut rote Vorzeichen.  
 
Rohöl: Die Stimmung am Rohölmarkt bleibt schwach. Kurzfristige Notizgewinne werden postwendend wieder aufgezehrt. Brent Brent-Crudeöl fiel wieder unter 48 US-$/Barrel, WTI-Öl gab 1,12 US-$/Barrel nach. Die Commerzbank macht für den jüngsten Preisrückgang psychologische Argumente aus, da Brent die 50 Dollar-Linie nicht halten kann. Solange die US-Rohölproduktion nicht eingeschränkt werde, lässt sich nach  Ansicht der Commerzbank keine Erholung erwarten. (St) 
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