Märkte am Morgen: Getreide

Schwache Impulse aus Chicago


Weizen: An der Matif sah es zeitweise freundlich für den Weizen aus und die Kurse zogen bis zu 1,75 €/t an. Im weiteren Verlauf der Sitzung gaben sie mit schwächeren Vorgaben aus Chicago allerdings wieder nach. Die gedrückte Tendenz hielt an, trotz eines schwachen Euro-Kurses, der sich bei 1,06 US-$ bewegte. Der Dezember notierte bei 175,25 €/t, der März schloss mit 183,25 €/t.
 
Die zwischenzeitlichen Kursgewinne in Paris resultieren möglicherweise aus einem größeren Weizenexport Frankreichs nach Tunesien, der im Tagesverlauf bekannt wurde.  Tunesien hat lokalen Medienberichten zufolge 650.000 t französischen Weizen zur Lieferung Februar 2016 gekauft.
 
In Chicago setzte sich die schwache Tendenz für Weizen mit Notizverlusten bis zu 8,4 Cent/bushel fort. Der Dezember fiel auf 4,87 US-$/bushel. Die Fonds setzen weiterhin auf fallende Preise und haben ihre netto Short-Positionen auf knapp 23.000 Kontrakte ausgeweitet. Für den in Kansas notierten HRW-Weizen haben sie ein Short-Engagement in Rekordhöhe aufgebaut.
 
In den südlichen Plains der USA hat sich die Bodenfeuchtigkeit nach den jüngsten Niederschlägen deutlich verbessert. Am Wochenanfang hatte das USDA die den Zustand der US-Winterweizenbestände zu 52 Prozent als gut bis exzellent ausgewiesen. Auch in südlichen Russland und Teilen um der Ukraine sind Niederschläge bei milder Temperaturen in Aussicht.
 
Mais: Kleinere Shortabdeckungen verhalfen dem Chicagoer Mais zu einer stabileren Sitzung. Die Kurse zogen geringfügig an und der September schloss bei 3,62 US-$/bushel. Die Fonds haben den vergangenen Tagen einer rasanten Wandel von netto-long auf netto Short hingelegt und sind mittlerweile mehr als 53.000 Kontrakte netto Short.
 
An der Matif notierte Mais mit einem etwas freundlicheren Unterton. Der Januar konnte sich beim Schlusskurs von 167,50 €/t gut behaupten. (St).
 
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