Märkte am Morgen: Getreide

Schwache Impulse aus Chicago


Weizen: Die Vorgaben für die Getreidemärkte kamen zum Wochenauftakt wieder einmal aus Übersee. In Chicago gaben die Weizenkurse 3 Prozent nach. Der Frontmonat Mai schloss nach einem Minus von 13 Cent/bushel bei 4,47 US-$/bushel. Zeitweise waren die Tagesverluste noch größer. In den südlichen US-Plains sind für diese und die nächste Woche Niederschläge angekündigt, die die Auswirkungen der Trockenheit mildern könnten. Die US-Weizenbestände stehen zudem nicht schlecht. Obwohl die wöchentliche Bonitierung der Feldbestände in den Kategorien gut bis exzellent um 3 Prozentpunkte zurückgenommen wurde, sieht der US-Weizen auf 56 Prozent der Felder ansehnlich aus. Auch Spekulationen über niedrigere US-Weizenexporte und größere Endbestände im heutigen USDA-Report drückten auf die die Stimmung.  
 
Am europäischen Weizenmarkt war die Nachrichtenlage dünn. Die Matif reagierte auf die schwachen Chicagoer Vorgaben mit einem Minus von 2,50 €/t für den Frontmonat, der unter 152 €/t fiel. Auch die Termine für die neue Ernte notierten schwächer. Der  Dezember schloss mit 165 €/t.
 
Mais: Nach ein paar freundlicheren Vortagen gab der Chicagoer Mais wieder nach. Der Mai verlor  5,4 Cent/bushel und fiel auf 3,67 US-$/bushel. Die ansehnlichen wöchentlichen US-Exportverladungen von 1,1 Mio. t Mais konnten den Futures nicht auf die Sprünge helfen.
 
Die US-Maisaussaat hat verhalten eingesetzt. Am Wochenanfang waren erst 4 Prozent im Boden. Dies entspricht dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre - von einer größeren Verspätung der Maisaussaat kann noch keine Rede sein. Für weite Teile des mittleren Westens ist besseres Wetter angesagt und die Maisaussaat könnte einen Schub bekommen.
 
In der Ukraine hat die Maisaussaat ebenfalls begonnen. Das Agrarministerium des Landes geht für dieses Jahr von einer Maisfläche von 4,53 Mio. ha  aus.
 
In Paris geriet Mais mit schwachem Weizen und roten Vorzeichen aus Übersee unter Druck. Der Juli verlor 2 €/t und fiel auf 153,00 €/t. (St) 
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