Märkte am Mittag

Schwache Impulse vom Terminmarkt


Markttendenz:
Die Weizenpreise am Kassamarkt reagieren auf die rückläufigen Notierungen an der Matif kaum. Futterweizen notiert stabil. Raps verliert mit schwächeren Börsenkursen dagegen auch am physischen Markt. 
Von Mühlenseite fehlen nach wie vor die Impulse am westdeutschen Getreidemarkt. Die alte Ernte ist so gut wie erledigt, allenfalls Kleinstmengen oder Lieferungen für den Übergang zur neuen Ernte lassen sich noch unterbringen. Die alterntigen Weizenpreise haben nur nominellen Charakter. Im westdeutschen Raum wurde B-Weizen für Mai/Juni mit 182 €/t offeriert. Die Geldkurse am Niederrhein lagen mit 177 €/t deutlich darunter. In Westfalen signalisieren die Mühlen noch für Juli Kaufinteresse mit 178 €/t. Das Weizenangebot aus der Erfassungsstufe und Landwirtschaft ist nicht der Rede wert.  
 
Auch für die neue Ernte bewegt sich umsatzmäßig so gut wie nichts. Die Mühlen am Niederrhein nennen für Lieferung ex Ernte einen Abschlag von 3 €/t auf Matif-September und für September/Dezember ein Aufgeld von 3 €/t auf Matif-Dezember. Die sporadischen Offerten liegen in der Regel 2 €/t oder mehr darüber. Die Differenz lässt sich nicht überbrücken.
 
Am Terminmarkt zeigt Weizen heute erneut schwächere Tendenzen. Im Mittagshandel fiel der Frontmonat September an der Matif auf 165,50 €/t und der Dezember-Termin unter die psychologische Marke von 170 €/t.
 
Die einzigen Impulse für den Getreidemarkt kommen zurzeit von der Mischfutterindustrie, die weiterhin Weizen und Gerste zukauft. Die Preise halten sich auf stabilem Niveau und die  schwachen Signale vom Terminmarkt werden bei überschaubarem Angebot ausgeblendet. In Westfalen ließen sich zuletzt für Futterweizen 182 €/t und nach Südoldenburg 180 €/t erzielen.
 
Der Rapsmarkt zeigt sich heute an der Matif erstaunlich schwach und verliert erneut fast 4  €/t für den August. Die Mittagshandel fiel der Erntetermin der Börse auf 362,25 €/t. Die schwache Stimmung der Vortage gab Rätsel auf. Heute lässt sich der Druck zumindest mit schwachen Sojabohnen erklären, die an der elektronischen Börse in Chicago heute bis zu 20 Cent/bu verlieren. (St)
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