Märkte am Mittag

Schwache Prämien für Qualitätsweizen

Der seit Wochen anhaltende Trend bei den Mühlen setzt sich fort, gekauft wird Weizen für das aktuelle Geschäft. Das führt dazu, dass aus den marktfernen Gebieten kaum Ware abgesetzt werden kann. Denn die Frachten spielen derzeit eine große Rolle bei der Preisfindung. So wird derzeit auch kaum Gerste aus Ostdeutschland nach Südoldenburg geliefert. Hohe Frachten, lassen meist die Geschäfte nicht zustande kommen.

Überdies liegt beispielsweise in Sachsen und Thüringen wenig Gerste bei den Erfassern, und auch die Landwirtschaft dürfte wenig Gerste vorrätig haben. Dafür liegt Qualitätsweizen in den Lägern. Doch pokern hier die Landwirte. Vergeblich suchen sie nach Angeboten, die auch für A- und vor allem E-Weizen die gewünschten Aufschläge bezahlen. Am Hamburger Markt notiert A-Weizen mit 209,00 €/t rund 3 €/t höher als B-Weizen.

Weizen an der Warenterminbörse in Paris startet zum Wochenauftakt freundlich und legt im Vormittagshandel um 0,50 €/t auf 207 €/t zu. 

Überraschenderweise kann das große Angebot an Roggen sowohl bei den Mühlen als auch in der Mischfutterindustrie und bei Biogasanlagen untergebracht werden. Zwar werden zum Teil unrealistische Verkäuferideen von 160 €/t ab ostdeutscher Station aufgerufen, doch dürfte Roggen noch Potenzial nach oben haben. In Hamburg notiert Brotroggen bei 16 €/t.

Schwächer tendiert dagegen Raps in Paris. Er verliert um 0,50 auf 377,50 €/t. (da) 
stats