Märkte am Morgen: Getreide

Schwache Signale aus Übersee

Weizen: Die Weizennotierungen an der Matif konnten sich zum Wochenschluss etwas stabilisieren und leicht erholen. Der November blieb mit einem Schlusskurs von 199,25 €/t aber unter der 200er Linie. Ein etwas schwächerer Eurokurs könnte geholfen haben. Die Tendenz sieht schwächer aus, denn in Chicago stehen die Weizennotierungen weiter unter Druck und geben auch zum Wochenstart an der elektronischen Börse nach.
 
In den südlichen US-Plains hat es geregnet und in dieser Woche sind weitere Regenfälle vorhergesagt. Allerdings gehen die Meteorologen davon aus, dass die Niederschläge in den von extremer Trockenheit betroffen Gebieten zu spät kommen.  
 
Ägypten hat einen Weizentender über 60.000 t in der Ukraine gefüllt. Der Preis lag bei 302,49 US-$/t cif gelegen haben. Ägypten hat einen jährlichen Weizenverbrauch von ca. 15 Mio. t und hat kürzlich 2 Mio. t Weizen von lokalen Märkten im Inland gekauft. Für die Ukraine hat SovEcon seine Exportprognose für die laufende Kampagne um 600.000 t auf 18,4 Mio. t Weizen angehoben.
 
Mais: Die Aussicht auf deutliche Fortschritte bei der US-Maisaussaat hielt die Chicagoer Maisfutures in der Defensive. Die Kurse für die neue Ernte konnten sich nur knapp behaupten. Schätzungen gehen davon aus, dass die Maisaussaat in den USA zum Wochenanfang zu 70 bis 75 Prozent abgeschlossen sein könnte. Zum Wochenschluss kam es zu größeren Liquidationen und die offenen Positionen haben sich signifikant abgebaut.
 
Analysten gehen davon aus, dass China künftig beim internationalen Maishandel weitaus stärker als bisher mitmischen wird. Im Jahr 2020 könnte China der größte globale Maisimporteur werden. Aufgrund einer stark wachsenden Veredlungswirtschaft soll der Einfuhrbedarf Chinas von derzeit 4,5 bis 5 Mio. t Mais im Jahr auf 16 Mio. t ansteigen, so die Prognosen.
 
An der Matif schloss Mais mit am schwächeren Unterton. Die Kurse gaben bis zu 0,75 €/t nach. Mit den rückläufigen Weizenpreisen haben die Futures ihre Seitwärtsbewegung verlassen und tendieren schwächer. (St)
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