Märkte am Morgen: Ölsaaten

Schwache Stimmung bei Soja hält an

Sojakomplex: Die Chicagoer Sojabohnen schlossen zum fünften Mal hintereinander mit roten Vorzeichen. Weitere Positionsbereinigungen zum Jahreswechsel und die Aussicht auf Regen in Brasilien drückten auf die Stimmung. Der Januar verlor 10,2 Cent/bushel und fiel auf 8,65 US-$/bushel. In den vergangenen Tagen haben die Bohnennotierungen in Chicago umgerechnet 10 US-$/t nachgegeben. Sojaschrot beendet die Sitzung ebenfalls mit roten Vorzeichen und Verlusten von bis zu 1,80 US-$/short ton. Die wöchentlichen US-Exportverladungen von 1,4 Mio. t Sojabohnen waren zwar ansehnlich, liegen bisher aber noch mehr als 11 Prozent hinter den Vorjahreswerten zurück.
 
Wettermodellen zufolge lassen sich für den Mato Grosso und das nördliche Brasilien ab dem Wochenende ausgiebige Niederschläge und schon in dieser Woche Schauer und Gewitter erwarten. Der Januar oder Februar sind die Schlüsselmonate für die brasilianischen Sojabohnen und die Niederschläge könnten noch rechtzeitig kommen. Laut einer Auswertung eines brasilianischen Institutes vor Ort sahen fast die Hälfte der  Bohnenbestände im Mato Grosso in der Vorwoche schlecht bis sehr schlecht aus.
 
Raps: Schwache Soja- und Palmölnotierungen, sowie rückläufigen Rohölpreise setzten auch die Rapskurse hüben wie drüben unter Druck. An der Matif verlor der Februar-Raps 2,50 €/t und fiel auf rund 372 €/t. In Winnipeg gaben die Canola-Notierungen bis zu 1,80 Can-$/t nach.
 
Palmöl: Mit einem deutlichen Minus beendeten die Palmölnotierungen die Sitzung am Vortag. Heute Morgen macht die Börse in Malaysia die Vortagsverluste allerdings wieder wett.
 
Rohöl: Der Druck hält an und die Erholung der Vortage war nur von kurzer Dauer. Brent-Crudeöl und WTI verloren bis zu 1,28 $ Barrel. Brent fiel auf 36,62 US-$/Barrel. Der Iran will unmittelbar nach der Aufhebung der Sanktion seine Ölexporte um 500.000 t Barrel pro Tag ausweiten. Für die USA erwarten Analysten für 2016 dagegen einen Rückgang der Fördermenge um 500.000 Barrel pro Tag. Danach wird sich an der Überschusssituation am Rohölmarkt vorerst kaum etwas ändern. (St) 
stats